|  | Gute Zusammenarbeit mit der Stadt |
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Der Sanierungsbedarf bei den Studentenwohnheimen, die Zusammenarbeit zwischen Studentenwerk und Stadt bei der Planung neuer Wohnheimplätze und die Kinderbetreuung standen im Mittelpunkt eines Vor-Ort-Gesprächs der SPD-Stadtratsfraktion mit Professor Jörg Magull. Der Vorsitzende des Studentenwerksvorstandes schilderte den sozialdemokratischen Ratsmitgliedern die Prognosen im Bereich der 4000 Wohnheimplätze, die gegenwärtig 90 bis 230 Euro Miete im Monat kosten. Magull machte den hohen Finanzbedarf für die Schaffung eines bedarfsgerechten Standards deutlich, bei dem kaum auf Unterstützung des Landes gesetzt werden könne. Er stellte die Einbeziehung von Investoren in Aussicht und verwies darauf, dass das Studentenwerk wahrscheinlich einzelne angebietete Wohnheimstandorte in der Innenstadt aufgeben müsse.
Magull versicherte den Ratsmitgliedern das große Interesse des Studentenwerks an einer anhaltend guten Zusammenarbeit mit der Stadt, etwa bei der Ausweisung von Grundstücken für neue Wohnheime. Er erklärte sich auch bereit, sich künftig stärker im Bereich der Kinderbetreuung zu engagieren. Die veränderten Studienbedingungen und gegen den Erwartungen sinkende Studierendenzahlen ließen das Interesse der Studierenden am Ehrenamt sinken, beklagte Magull. So sei das Studentenwerk, etwa bei der Versorgung der Wohnheime mit Internet-Anschlüssen, auf ehrenamtlich tätige Tutoren angewiesen. Magull: „Wenn wir einen Provider reinholen, wird es für alle deutlich teurer.“
Mit Nachdruck verteidigte Magull die Absicht, keine Ausnahmen der Belegungsordnung mehr zuzulassen und die noch bestehenden Gruppenmietverträge in Einzelmietverträge umzuwandeln. Der Vorstand sei jederzeit gesprächsbereit, aber die aufgestellten Regeln müssten für alle Wohnheimplätze gleicher Maßen gelten. Das Studentenwerk, das gegenwärtig mit hohem Aufwand die Zentralmensa umbaut, werde sein anerkannt gutes Beratungsangebot beibehalten, versicherte Magull. Gespannt sind Studentenwerk und SPD-Fraktion auf das für den 19. Oktober 2007 angekündigte Ergebnis der Exzellenzinitiative, das spürbare Auswirkungen auf die Entwicklung der Studierendenzahlen haben wird.
5. September 2007
