|  | Stadt will IKEA und Logistik-Ansiedlung |
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Im Juni 2007 beantragte die SPD-Stadtratsfraktion im Bauausschuss, den Siekanger gegenüber dem Briefzentrum als Logistikfläche auszuweisen. Schon wenige Monate später ist eine passende Gewerbeansiedlung in greifbare Nähe gerückt. Auf dem 200.000 Quadratmeter großen Areal sollen 20 bis 25 Millionen Euro investiert und mehrere hundert Arbeitsplätze geschaffen werden.
Es dürfte sich also schnell auszahlen, auf Logistik zu setzen. „Auch wenn die Stadt zunächst Geld für die Planung in die Hand nehmen muss, so lohnen sich doch die Aufwendungen“, weiß die wirtschaftspolitische Fraktionssprecherin Gudrun Czech, „denn derartige Arbeitsplätze braucht die Stadt dringend.“ Der Vergleich mit der Entwicklung beim nordhessischen Nachbarn Kassel zeige, wie wichtig der Logistik-Bereich bei der Schaffung von sicheren Arbeitsplätzen heute sei.
Die Flächen am Siekanger seien aufgrund idealer Rahmenbedingungen wie Nähe zur Autobahn, Erreichbarkeit ohne Ortsdurchfahrt und insbesondere auch wegen der Möglichkeit für einen Gleisanschluss bestens als Logistikfläche geeignet, hieß es bereits im Bauausschuss-Antrag der Sozialdemokraten. „Oberbürgermeister Wolfgang Meyer und die Stadtverwaltung nehmen zusammen mit der Wirtschaftsfördergesellschaft GWG das Thema in die Hand. Sie verdienen deshalb die ungeteilte Unterstützung von Rat und Öffentlichkeit“, erklärte SPD-Fraktionschef Tom Wedrins.
Bereits im Sommer hatte sich die SPD dafür eingesetzt, die Anbindung des neuen Güterverkehrszentrum zu verbessern. Auf den Weg gebracht ist nun eine nördliche Erschließung zwischen GVZ und Autobahnanschlussstelle Göttingen-Nord über die B 27 (früher A 388). Wedrins: „Wir müssen die momentan günstige Göttinger Situation voll ausspielen.“
Große Hoffnung auf neue Arbeitsplätze setzt die SPD-Fraktion auch in die geplante IKEA-Ansiedelung. Der Möbelkonzern habe nach wie vor großes Interesse, nach Göttingen zu kommen, wobei neben einem Möbelhaus auch ein sogenannter „Home-Park“ vorgesehen ist. „Göttingen wird für Auswärtige attraktiver, wovon auch der Innenstadt-Einzelhandel profitieren dürfte“, meinen die Sozialdemokraten. Nun sei der Stadtrat am Zuge, die nächsten Verfahrensschritte so schnell wie möglich umzusetzen. „Wir wollen die Weichen mit dem Oberbürgermeister zügig stellen.“

