|  | Modellprojekt beim nifbe beantragen |
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Der Rat möge beschließen:
Die Verwaltung wird aufgefordert, zeitnah gemeinsam mit der Universität und der VHS Göttingen e.V. Modellprojekte (Transfer) zur frühkindlichen Bildung und Entwicklung beim nifbe (Niedersächsisches Institut für Frühkindliche Bildung und Entwicklung) zu erarbeiten und entsprechende Fördermittel zu beantragen.
Begründung
Dem nifbe stehen jährlich 1,2 Mio. Euro für die Förderung von Transferprojekten der frühkindlichen Bildung und Entwicklung zur Verfügung. Nachdem das nifbe mit Hauptsitz in Osnabrück angesiedelt und das regionale nifbe-Netzwerk Niedersachsen SüdOst nach Hildesheim vergeben wurde, muss Göttingen Initiative zeigen, um seiner bisherigen Führungsrolle bei der frühkindlichen Bildung und Entwicklung weiterhin gerecht zu werden.
Göttingen als bedeutender Bildungs- und Wissenschaftsstandort mit zahlreichen vorbildlichen Initiativen der frühkindlichen Bildung (wie z.B. dem St.-Petri-Eltern-Kind-Zentrum oder Patenschaft durch das GSO) darf von dieser Entwicklung nicht weiter abgeschnitten werden.
Die Förderschwerpunkte, wie die Verknüpfung von Forschungsergebnissen mit der
- Aus- und Weiterbildung der in der frühkindlichen Bildung Tätigen
- Bildungsarbeit mit Eltern und Familien
- Pädagogischen Praxis der Elementarpädagogik und
- Praxiserfahrungen in die Forschung (Gegenstromprinzip)
lassen sich in Göttingen hervorragend umsetzen.
Zahlreiche Kooperationsprojekte zwischen Universität, Erwachsenenbildungseinrichtungen (hier: VHS), Berufsfachschulen, Kita-Trägern, Grundschulen sowie Kultureinrichtungen in Göttingen könnten weiter ausgebaut und profiliert werden.
Im nifbe Netzwerk SüdWest wurden bereits zahlreiche Pilotprojekte vor allem der Elternbildung gefördert, von niedrig schwelligen Freizeitangeboten über Elternkurse und Familiensprechstunden in Kitas und Schulen bis zur aufsuchenden Elternarbeit von Familienbesucherinnen und Angebote, die werdende Eltern auf ihre neue Rolle vorbereiten und der Vernachlässigung von Kindern präventiv begegnen. Es werden aber auch Projekte der Qualitätsentwicklung in Kindertagesstätten und die Förderung von Naturwissenschaft und Technik an Grundschulen gefördert.
Im Masterplan gegen Kinderarmut wird auf die gravierenden Sorgen Alleinerziehender in Göttingen hingewiesen. Hier soll die Verwaltung Initiative zeigen und ein entsprechendes Transferprojekt für alleinerziehende Eltern entwickeln.
