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Gemeinwohlorientierte Aufgabenfelder


Der Rat möge beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, inwieweit sie oder ihre Beschäftigungsförderung die Beschäftigungsquote gerade von älteren Langzeitarbeitslosen durch gezielte Förderung und Abstimmung mit potentiellen Trägern in gemeinwohlorientierten Sektoren deutlich erhöhen kann und ob die Einrichtung einer Koordinierungsstelle hierfür zielführend wäre.


Begründung

Die Vermittlungs- und Aktivierungsquoten von älteren Langzeitarbeitslosen sind trotz großer Erfolge durch das Bundesprojekt „50 plus“ immer noch geringer als bei den Arbeitslosen unter 50 Jahren.
Gleichzeitig besteht bei vielen Älteren ein hoher Bedarf an Unterstützung aber auch ein Interesse an gesellschaftlicher Teilhabe.
Viele dieser Personen haben gesundheitliche oder berufliche Einschränkungen. Sie besitzen aber oft auch ein großes Erfahrungswissen und Kompetenzen, die es zu aktivieren gilt, um sie gesellschaftlich nutzbar zu machen.
Bei vielen Trägern in den Bereichen Sport, Kultur, Schule, Jugend, Soziales und Umwelt gibt es vielfältigen Bedarf an Unterstützung bei gemeinwohlorientierten Aufgaben.
Diesen Bedarf zusammenzuführen, wäre das Ziel eines kommunalen Angebotes.

Durch den § 3.2a im SGB II


„Erwerbsfähige Hilfebedürftige, die das 58. Lebensjahr vollendet haben, sind unverzüglich in Arbeit oder in eine Arbeitsgelegenheit zu vermitteln...“


sind die Träger der Grundsicherung aufgefordert, passende Angebote zu machen. Da sehr viele der zur Zeit 574 betroffenen Personen aus Göttingen (Stand Juli 08) oft erst professionell aktiviert und begleitet werden müssen; aber gleichzeitig potentielle „Arbeitgeber“ den Zugang zu „passenden“ MitarbeiternInnen kaum finden, wäre aus den positiven Erfahrungen anderer Kommunen heraus zu prüfen, ob die Schaffung eines kommunalen Angebotes, das 1. die betroffenen Personen aktiviert (Empowerment) und zweitens für diesen Personenkreis jeweils geeignete Betätigungsfelder und Träger findet (Matching), auch in Göttingen umgesetzt werden kann.
Ziel dieses Antrags ist es, eine sinnvolle Aktivierung von älteren Langzeitarbeitslosen mit der Verbesserung des gemeinwohlorientierten Angebotes in der Kommune zu verknüpfen.

 

Antrag gemeinsam mit Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Beschluss erfolgte einstimmig.



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Fax 0551-400 2060

 

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