|  | Daseinvorsorge ist kommunale Aufgabe |
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Göttingen. Die SPD-Ratsfraktion Göttingen spricht sich gegen eine weitere Privatisierung der Stadtwerke Göttingen AG aus. „Zur Zeit gäbe es die Möglichkeit weitere Anteile der Stadtwerke an die EAM zu veräußern. „Dies machen wir nicht mit,“ so der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion Göttingen, Tom Wedrins. „Unserer Meinung nach kann ein weiterer Verkauf von Tafelsilber die finanziellen und strukturellen Schwierigkeiten Göttingens auf Dauer nicht lösen. Die zu erwartenden Einnahmen werden das Defizit nur kurzfristig senken und es wird am Ende nichts davon übrig bleiben,“ erklärt Wedrins.
"Nach einem Verkauf, stehen die Göttinger Verkehrsbetriebe alleine da. Wer für den ÖPNV in Göttingen ist, muss auch für die Stadtwerke sein. Einmal alles in privater Hand, sind Spekulationen Tür und Tor geöffnet. Unvorstellbar, wenn ein privater Anbieter in einigen Jahren alleine die Qualität und die Preise für das Lebensmittel Wasser macht. Diese Daseinsvorsorge gehört aus gutem Grund nicht in private Hände! Dann nämlich bestimmt einer allein über den Wasserpreis - auf dem Rücken der Göttinger Bürgerinnen und Bürger!" ist sich Wedrins sicher.
„Aus der vielfach beschworene Finanzkrise müssen wir mit geeigneten Lösungsmöglichkeiten herauskommen, dies darf aber nicht zu lasten der kommunalen Daseinsfürsorge in den Bereichen Gas und Wasser führen. Die Stadt Göttingen ist verpflichtet für ihre Bürgerinnen und Bürger eine kommunale Grundversorgung vorzuhalten,“ so Gudrun Czech, Aufsichtsratsmitglied der Stadtwerke. „Wir sehen die Stadt Göttingen in der Pflicht, der Göttinger Bevölkerung auch weiterhin einwandfreies Trinkwasser in höchster Qualität, einen leistungsstarken ÖPNV und eine verlässliche Gasversorgung sicher zu stellen, erklärt Czech.
„Die Göttinger Stadtwerke sind ein Garant dieser Versorgung und die setzen wir nicht aufs Spiel. Die Mitarbeiter der Stadtwerke leisten hervorragende Arbeit und sind hochmotiviert. Spekulationen über den Verkauf ihres Arbeitsplatzes, sind vor dem Hintergrund der schwierigen Arbeitsmarktlage nicht zu verantworten. Unser Versprechen an die Mitarbeiter gilt. Wir werden deshalb einem weiteren Verkauf von Anteilen nicht zustimmen,“ so Wedrins und Czech abschließend.
