|  | Fraktion vor Ort in Roringen |
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Lange Zeit wurde darüber geklagt, dass Göttingen zu wenig Bauplätze zu bieten hat, und vor allem junge Familien in das Umland abwanderten. Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt setzte eine deutliche Kursänderung durch.
Seither wurden in Groß Ellershausen neue Bauplätze (Elstal) ausgewiesen, die überwiegend bereits bebaut sind. Auch in Holtensen (Domänenweg) rollte der Bagger an. Befürchtungen, die großen Baugebiete der Stadt auf den Zietenterrassen, im Kiesseekarree, in Elliehausen und Nikolausberg würden unter der neuen Konkurrenz leiden, bestätigten sich nicht, denn in den Ortsteilen sollten vor allem Familien gehalten werden, die in der gewohnten Umgebung sesshaft werden wollten.
Zwischenzeitlich kam ein neuer Bauabschnitt in Herberhausen hinzu, wie SPD-Fraktionschef Tom Wedrins vermelden konnte. Der gleichzeitig von den Sozialdemokraten ins Leben gerufene „Kinderbaulandbonus“ verfehlte seine Wirkung nicht. Junge Familien bekommen ihr städtisches Baugrundstück für eigene Zwecke abhängig von der Kinderzahl zwischen 10 und 30 Prozent günstiger.
Im Vergleich zu den vor drei Jahren genannten Ortsteilen blieb die Entwicklung im Ortsteil Roringen zurück. Das änderte sich nach dem Mehrheitswechsel im Ortsrat im Zuge der Kommunalwahl 2006. Mit klarer Mehrheit äußerte die Ortsteilvertretung den Wunsch, auch im östlichsten Ortsteil ein überschaubares Baugebiet auszuweisen. Bei einem Termin vor Ort informierten sich Mitglieder der SPD-Stadtratsfraktion deshalb über die ehemals landwirtschaftlich genutzte Fläche am südlichen Menzelberg. In der Nähe von Kirche, Ortsladen und Bushaltestelle kann hier in südwestlicher Ausrichtung ein Baugebiet für 24 Wohnhäuser entstehen. „Die SPD unterstützt das Anliegen des Ortsrates“, fasste Tom Wedrins zusammen. Die Fraktion werde jetzt für einen Aufstellungsbeschluss sorgen. Im nachfolgenden Bebauungsplan-Verfahren können dann alle Fragen der Erschließung und der Grundstücksaufteilung geklärt werden.

