|  | Zukunftsweisende Investition im Bioenergiezentrum |
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Noch in diesem Jahr wird das Bioenergiezentrum Göttingen am Königsbühl eine Photovoltaik-Anlage in Betrieb nehmen, die mit einer jährlichen CO2-Einsparung von 80 bis 150 Tonnen zum Klimaschutz in Göttingen beitragen wird.
Die Bioenergiezentrum Göttingen GmbH ist eine 100prozentige Tochtergesellschaft der Stadt Göttingen. Sie wurde vor zehn Jahren als Kompostwerk Göttingen gegründet. Auch heute noch werden jährlich 20.000 Tonnen Bioabfälle, Baum- und Strauchschnitt, sowie biogene Gewerbeabfälle zu hochwertigem Göttinger Kompost verarbeitet, der mit großem Erfolg an gewerbliche und private Abnehmer verkauft wird.
Das Kompostwerk hat sich jedoch von der Göttinger Öffentlichkeit mehr oder weniger unbemerkt zu einer Bioenergiefabrik mit modernster Technik weiterentwickelt. Nach der Umstellung des Intensivrotteverfahrens auf eine Kombination von Container- und Tunnelkompostierung wurde eine aerobe Perkulationsstufe mit anschließender externer Vergärung der Biomasse integriert. Mit den bei dieser Vergärung entstehenden Gasen wird ein Motor angetrieben und so Strom und Wärme produziert; beides wird wieder für den Kompostierungsvorgang genutzt.
Der Betrieb produziert mit dem Göttinger Kompost organischen Dünger aus Bioabfall und nutzt dabei die energetischen Ressourcen – ein hervorragendes Beispiel für einen geschlossenen Stoffkreislauf, an dessen Ende keine wertlosen Abfallprodukte bleiben und dessen Energiebedarf sich weitgehend selber deckt.
Für die neue Photovoltaik-Anlage ist eine Investitionssumme in Höhe von 1,25 Millionen Euro veranschlagt. Die Anlage erzeugt eine Leistung von 371,2 kWp. Damit kann in unseren Breiten immerhin der Strombedarf von 75 Vier-Personen-Haushalten gedeckt werden. Bei einer Laufzeit von 20 Jahren soll sich die Anlage nicht nur selbst finanzieren, sondern es wird auch mit einer ordentlichen Rendite gerechnet. Vereinbarungen über die Einspeisung in das Stromnetz bestehen bereits.
Die beiden Vertreter der SPD-Ratsfraktion im GmbH-Aufsichtsrat, Renate Bank und Klaus-Peter Hermann, unterstützen die zukunftsweisende Investition vorbehaltlos. Bei den jetzigen Preisen sei es wirtschaftlich eine gute Konzeption, bei der die Dachflächen optimal genutzt werden.
