|  | Einrichtung von ambulant betreuten Wohngemeinschaften |
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Der Rat möge beschließen:
Die Stadtverwaltung wird aufgefordert die Gründung von ambulant betreuten Wohngemeinschaften für Menschen, die an einer Demenzerkrankung leiden, zu unterstützen.
Begründung
Die Idee hinter einem Wohngemeinschaftskonzept für Demenzerkrankte, ist von Angehörigen eine gewünschte Alternative zur Heimunterbringung. Mittlerweile sind begleitete Wohngemeinschaften für Demenzerkrankte bundesweit eine adäquate alltagsnahe Wohnform, die auf die lebensgeschichtliche Kompetenz der Betroffenen eingeht.
Zentraler Ansatz ist eine an der Lebenswelt der Erkrankten orientierte Organisation des Tagesablaufs. Die WG-Bewohner beteiligen sich an der Erledigung alltäglicher Aufgaben (wie z.B. Kochen).
In einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft leben in der Regel acht erkrankte Menschen gemeinsam in einer großen Wohnung. Jede Person bewohnt ein eigenes Zimmer. Küche, Badezimmer und Wohnzimmer nutzen die Mieter dagegen gemeinsam. Ein ambulanter Pflegedienst betreut die Gemeinschaft rund um die Uhr.
Das Ziel von ambulant betreutem Wohnen ist, demenzkranken Menschen ein Leben in einer familienähnlichen Atmosphäre zu ermöglichen, um dadurch ihr Wohlbefinden zu verbessern und Krankheitsbeeinträchtigungen zu lindern.
Die bisherigen Erfahrungen der Göttinger Alzheimer-Gesellschaft sollten miteinbezogen werden. Die Bemühungen der Alzheimer- Gesellschaft eine Wohngemeinschaft für dementiell erkrankte Menschen zu gründen, könnten hier modellhaft für die Stadt Göttingen unterstützt werden.
Eine betreute Wohngemeinschaft für Demenzerkrankte ergänzt unsere Überlegungen für eine altersgerechte Stadtentwicklung.
Der Antrag wurde einstimmig überwiesen in den Sozialausschuss.
