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Reduzierung des Energieverbrauchs


Die SPD-Ratsfraktion fordert in einem Antrag für die Ratssitzung am 12. Mai 2006 die Erstellung eines Energiemasterplan 2020 für die Stadt Göttingen. „Wir erwarten, dass der Energieverbrauch aus fossilen Energieträgern in Göttingen bis zum Jahr 2020 um zehn Prozent sinken kann,“ so der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Stephan Klecha. „Konkrete Anforderungen an kommunale Investitionen und Vereinbarungen mit privaten Anbietern müssen in Angriff genommen werden, damit die Umsetzung des Projektes realisierbar ist. Dafür sind Anreiz- und Aktionsprogramme zu entwickeln, erklärt Klecha weiter.

Die Importabhängigkeit Europas im Energiebereich nimmt zu. In der EU haben sich die Erdöl- und Erdgaspreise in den vergangenen zwei Jahren fast verdoppelt, und die Strompreise folgen dieser Entwicklung. „Die Stadtwerke Göttingen AG hat durch die politische Initiative der Ratsmehrheit zumindest die Erdgaserhöhung sozial abfedern können“, informiert Klecha. Der SPD-Ratsherr weiter: „Dies war eine kurzfristig richtige und sozial gebotene Entscheidung, die allerdings nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass langfristige und strategische Planungen erforderlich sind, um den lokalen Energiemix der Zukunft zu entwickeln. Hierzu gehöre insbesondere eine Reduzierung des Energieverbrauchs. Mit der Vermarktung von Bürger-Solaranlagen, der Investition in das Freibad Grone, der bereits angeregten Installation von Photovoltaikanlagen auf den Innenstadtparkhäusern und einer Initiative zur Vermarktung des Gebäudesanierungsprogramms des Bundes sind vom Rat der Stadt jüngst wichtige Impulse ausgegangen, die auf die Herausforderungen des Energiemarktes reagieren. „Die Bündelung verschiedener Initiativen und die Integration in einen Masterplan würde dazu beitragen, Investitionsvorhaben anzuregen“, so Klecha.

Ein Masterplan in Verbindung mit landes-, bundes- und europäischen Initiativen könne dazu beitragen, dass die Klimaerwärmung verlangsamt werden kann. Falls nichts unternommen wird, wird bis zum Ende dieses Jahrhunderts eine Temperaturerhöhung um 1,4 bis 5,8 Grad zu verzeichnen sein. Alle Regionen der Welt – auch die EU – werden mit gravierenden Auswirkungen auf ihre Wirtschafts- und Ökosysteme konfrontiert. Dieser Trend müsse umgekehrt werden.

 



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