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Mehr Verantwortung für Väter – Erziehungspartnerschaft erweitern


Der Rat möge beschließen:

 

Die Verwaltung wird beauftragt, im Rahmen der Qualitätsentwicklung in den Kindertagesstätten Konzepte zu entwickeln, wie mehr Väter in die Erziehungspartnerschaft zwischen KiTa und Elternhaus aktiv eingebunden werden können.

 

Begründung

 

Familien spielen eine entscheidende Rolle für den Bildungserfolg und die zukünftigen Lebenschancen von Kindern. Um diese zu fördern, ist ein gelungenes Miteinander von Eltern und der Kindertagesstätte erforderlich. Den Kontakt zur Kindertageseinrichtung zu halten und zu pflegen ist auch heute noch überwiegend Sache der Mütter. Die Eltern und insbesondere auch die Väter sind die wichtigsten Bezugspersonen von Kleinkindern. Sie prägen die kindliche Entwicklung in einem hohen Maße, vermitteln Kompetenzen, Einstellungen, Motivationen und Werte die die Zukunft von Kindern bestimmen.

 

Die Zusammenarbeit mit Eltern ist eine Kernaufgabe von Frühpädagoginnen in Kindertageseinrichtungen. Die Einbeziehung von Vätern ist nicht nur eine Aufgabe im Rahmen der Elternarbeit – insbesondere wenn diese als "Erziehungspartnerschaft" verstanden wird –, sondern auch ein Beitrag zur Förderung der gemeinsamen Erziehungsverantwortung von Eltern.

 

Inzwischen liegen viele Praxisbeispiele von ErzieherInnen vor, wie sie Väter in die Kindergartenarbeit eingebunden haben. Es gibt positive Berichte über Vater-Kind-Veranstaltungen und sogar einige über Vätergruppen. Allen ist aber gemeinsam, dass viele Hürden zu überwinden waren, bevor Väter in größerer Anzahl in die Kindertageseinrichtung kamen. Es ist wichtig, Vätern einen eigenen Raum für eine Beteiligung und die Möglichkeit zu geben, ihre Kompetenzen einzubringen. Diese sind nicht nur die „praktischen Dinge“ wie Handwerksarbeiten, sondern es geht auch darum, Vätern zu ermöglichen, „einfach nur“ mit den Kindern zu spielen.

 

Entgegen früherer Konzepte von „Elternarbeit“, geht es darum, die Ressourcen der Väter im Umgang mit ihren Kindern – unter Berücksichtigung der konkreten Lebenssituation und des sozialen Umfeldes – zu erkennen, zu stärken und ihnen bedarfsgerechte Bildungs- und Unterstützungsmöglichkeiten anzubieten.

 

Jede dritte Familie mit Kindern unter 18 Jahren in Göttingen ist alleinerziehend. Insbesondere für Kinder Alleinerziehender sollten pädagogische Ansätze erarbeitet werden, wie der Kontakt der Kinder mit ihren Vätern oder mit anderen männlichen Bezugspersonen und Vorbildern unterstützt werden kann.

 



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