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Fördermittel für behutsame Aufwertung in Sicht




Im Rat und seinen Ausschüssen ist die Innenstadt ein echter Dauerbrenner. Die Stadtpolitik diskutiert deren Veränderungen anhand konkreter Projekte, für die zur Zeit die Weichen gestellt werden. „Mit dem Investoren-Wettbewerb für das Stadtbad-Areal, mit der Museumsmeile und der tollen Idee eines Kunstquartiers ist die Stadt auf dem richtigen Weg“, gibt sich SPD-Fraktionschef Tom Wedrins optimistisch.


Dazu kommt die Sanierung der Fußgängerzone, für die ein Wettbewerb gestartet wurde,  dessen erste Ergebnisse nun vorgestellt wurden. Und genau an diesem Punkt mahnt die SPD zur Vorsicht: „Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht verzetteln.“ Alle Projekte seien für sich gesehen toll und wichtig, doch der Haushalt gebe nicht alles auf einmal her.


Deshalb müsse die Stadtpolitik gemeinsam mit Oberbürgermeister Wolfgang Meyer Prioritäten setzen und Schritt für Schritt vorgehen. In Ruhe werde die Finanzierung geprüft und ein Finanzplan aufgestellt. Schließlich müsse noch ausreichend Haushaltsspielraum für die Schulpolitik, die Bekämpfung der Kinderarmut und auch für die Verbesserung der Kinderbetreuung bleiben. Wedrins: „Eine Komplettsanierung der Fußgängerzone von Norden nach Süden würde den Haushalt sprengen, deshalb müssen wir sehen, was kurzfristig realisierbar ist. Zudem würden die Anlieger mit Ausbau-Abgaben belastet, die auf die Ladenmieten durchschlagen würden.“


Kleine Verbesserungen wie eine neue Möblierung und neue Lampen seien sinnvoll, auch die Teilsanierung an den Stellen, wo Leitungen zu erneuern sind, aber nicht ohne konkreten Anlass. Wedrins: „Viele, die Göttingen besuchen, freuen sich über unsere schöne Innenstadt und die Fußgängerzone. Sie schütteln mit dem Kopf, wenn sie die Schilder für den Fußgängerzonen-Wettbewerb sehen.“ Unverständnis könne man auch zahlreichen Leserbriefen entnehmen.


Untätig bleibe die Stadt trotzdem nicht, da ihr vom Land 1,2 Millionen Euro für die Innenstadt zugesagt wurden. Wedrins: „Wir sollten damit einzelne Bereiche behutsam neu gestalten.“ Das gelte für die Seitenstraßen, so wie in der Langen- und Kurzen-Geismarstraße vorgegangen wurde. Auch sei denkbar, die Burgstraße zur Fußgängerzone umzuwandeln. Dieser von Oberbürgermeister Meyer unterbreitete Vorschlag habe Augenmaß und helfe der Innenstadt am besten.



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