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SPD fordert mehr Frauen in den Führungspositionen der Verwaltung


Göttingen. „Wir wollen den Frauenanteil in Führungspositionen der Stadt Göttingen erhöhen“, so fasst Uta Kölz, Mitglied der SPD-Ratsfraktion und Vorsitzende des Rat-Ausschusses für Gleichstellung und Personal eine Initiative ihrer Fraktion zur kommenden Ratssitzung am 15. September 2004 zusammen. „In den vergangenen Jahren ist zu wenig für die Frauen im Rathaus getan worden. Dies zeigt sich ganz deutlich im Stufenplan der Stadt“, kritisiert Kölz. Die Bilanz habe keine wesentliche Verbesserung gebracht. „Wir erwarten, dass eine Zielvereinbarung im Rahmen der Verwaltungsreform getroffen wird. In allen Führungsebenen der Stadtverwaltung, bis hin zur Fachbereichsleitung, sind die entsprechenden Möglichkeiten zu prüfen und die Ergebnisse dem zuständigen Ausschuss vorzulegen“, fordert Kölz. So sollten Teilzeit-Modelle angeboten werden, die es den Frauen ermöglichen, Familie und Beruf besser miteinander zu vereinbaren.

 

„Die tatsächliche oder vermutete Doppelbelastung von Frauen durch Beruf und Familie wirkt sich vielfach negativ auf ihre berufliche Entwicklung aus, weil ihre Berufs-, Aus- und Fortbildungschancen gemindert sind. Das zeigt sich daran, dass Frauen überwiegend in den unteren Lohn-, Vergütungs- und Besoldungsgruppen beschäftigt und in Führungspositionen und als Entscheidungsträgerinnen unterrepräsentiert sind“, erklärt Kölz. Es bestehe in der Regel immer noch keine echte Chancengleichheit, wie es das Grundgesetz fordert. Kölz: „Deshalb muss die Verwaltungsreform als Chance genutzt werden, Frauen verstärkt für Führungspositionen fit zu machen und ihnen damit den Weg in die Führungsebene zu eröffnen.“

 

Frauenförderung sei keine Bevorzugung, sondern nur ein Weg, Benachteiligungen abzubauen, formuliert Kölz weiter. „Frauen sind auch heute noch im beruflichen Alltag benachteiligt. Diese Ungerechtigkeit muss vorbildhaft in der Stadtverwaltung Göttingen abgebaut werden“, ist sich Kölz. sicher.

 



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