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Gezieltes Helfen


„Ich will mich einmischen, denn wenn man nichts tut, dann hat man auch kein Recht zu meckern.“ Diesem Grundsatz folgte Uwe Friebe im Jahr 1988 und ist in die SPD eingetreten. Als Betriebsrat in der Druckindustrie hatte der heutige Leiter der Straßensozialarbeit die Erfahrung gemacht, dass gesellschaftliche Konflikte im großen Rahmen entschieden werden. Friebe ist ein echter „Südstädter“. Hier mischt er in den Wahlkämpfen mit und warb früh bei den Mandatsträgern der eigenen Partei dafür, Menschen am Rande der Gesellschaft nicht aus den Augen zu verlieren. Nach verschiedenen Funktionen im Ortsvereinsvorstand lag es nahe, im Jahr 2001 für den Rat zu kandidieren.

Seit seiner Wahl ist er ohne Unterbrechung Mitglied im Jugendhilfe-Ausschuss. Hier kann er seine beruflichen Erfahrungen einbringen: Er weiß, wie wichtig es ist, Menschen zu helfen, nicht aus der Bahn geworfen zu werden. „Für bestimmte Kreise ist es wichtig, spezielle Hilfen anzubieten“, ist sich Friebe sicher. Auch im Sozialausschuss verfolgt er den beruflich hochgehaltenen Grundsatz: „Wir geben Leuten Hilfe, die diese Hilfe wollen.“

Folglich ist Eigenverantwortung für ihn kein Schimpfwort, sondern eine zentrale Grundlage zur Bewältigung von Lebenskrisen. Sein Herz schlägt dafür, konkrete Arbeit zu bezahlen, um die Eigenverantwortung der Hilfebedürftigen zu stärken. Mit bürokratischen, abgehobenen Wasserköpfen sei dieses Ziel nicht zu erreichen.

Im Ausschuss für Personal und Gleichstellung sieht er sich in der Verantwortung für das Personal der Stadt und ihrer Einrichtungen. Friebe, der selbst langjähriges Mitglied im Personalrat des Kirchenkreises Göttingen ist, hat längst registriert, dass der aus finanziellen Gründen nötige Personalabbau an eine Schmerzschwelle gestoßen ist. „Welche Arbeitsbedingungen kann die Politik den Mitarbeitern noch zumuten?“ fragt Uwe Friebe und betont besorgt, dass Frauen von Stellenstreichungen und Privatisierungen in niedrigen Lohngruppen in besonderem Maße betroffen sind. Das Verdi-Mitglied weiß natürlich, dass wenig Geld vorhanden ist, aber „kaputtsparen“ dürfe sich die Stadt nicht. So sieht er es als seine Aufgabe an, Überzeugungsarbeit zu leisten. Er mischt sich ein, erhebt seine Stimme und ist in der Partei und im Rat für diese Grundsätze ganz praktisch aktiv.




Uwe Friebe in seinem Büro der Straßensozialarbeit am Rosdorfer Weg vor einer Mitarbeitergalerie.


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