|  | Geplante 380 kV Stromtrasse von Wahle nach Mecklar |
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Sehr geehrter Herr Minister Gabriel, lieber Sigmar,
in der vergangenen Woche sind uns von der E.ON einzelne Trassenvarianten einer 380 kV-Freileitung vorgestellt worden.
Wir mussten leider feststellen, dass eine möglich Variante an der BAB 7 entlang führen soll, am Ortsrand der Stadtteile Grone und Elliehausen, keine 200 m von der Wohnbebauung entfernt. Wir weisen darauf hin, dass solche Trassenführungen mit den Zielen und Grundsätzen der Raumordnung vereinbar sein müssen, hier ist die Freiraumnutzung und Siedlungsentwicklung der Stadt Göttingen zu beachten. Dies ist hier aber nicht der Fall. Es kann nicht sein, dass 60 m hohe Strommasten (Donauausführung) mit einer Spannbreite von 30 - 40 m zwei Stadtteile voneinander trennen.
Wir fordern deshalb eine unterirdische Verlegung der Trasse. Hierfür muss aber der Bund das Energiewirtschaftsgesetz, welches die E.ON verpflichtet, kostengünstige Freileitungen zu verlegen, entsprechend ändern. Ohne Änderung könnte die E.ON die genannten Grundsätze der Raumordnung umgehen.
Außerdem fordern wir ein Überdenken des Konzeptes der zentralen Energiegewinnung in Offshore-Windparks oder thermischen Kraftwerken in Norddeutschland, wenn der Transport der Energie so ineffizient ist, dass auf 100 km Leitungslänge zwischen 1,5% und 6% der elektrischen Energie verloren gehen. Daher halten wir eine regionale Energiegewinnung durch Wind-, Solar-, Geothermie- und Biogasanlagen für sinnvoller. Die bei zentraler Erzeugung von Strom notwendige großflächige Verteilung von Strom kann durch dezentrale Energieversorgung und Stromeinsparungen reduziert werden. Ein Zerschneiden der Landschaft durch Freileitungen dieser Größe wäre dann nicht notwendig.
Wir hoffen, dass unsere Einwendungen Gehör finden.
Mit herzlichen Grüßen
Tom Wedrins, Fraktionsvorsitzender
Renate Bank, umweltpolitische Sprecherin
Prof. Dr. Fritz Wilhelm Neumann, Ortsbürgermeister Elliehausen
