|  | Grüne und SPD wollen Gaspreiserhöhung nicht vollständig an die Bürger weitergeben |
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Die Grünen und die SPD im Rat der Stadt Göttingen wollen die zu befürchtende Erhöhung des Gaspreises durch die großen Gaslieferanten nicht in voller Höhe an die Göttinger Bürger weitergeben.
„Da die Kopplung des Gaspreises an den Ölpreis nicht kurzfristig aufgehoben werden wird, befürchten wir für das kommende Jahr einen Energiepreisschock von ca. 17 Prozent für die Göttinger Gaskunden“, so die Fraktionsvorsitzenden Rolf Becker (Grüne) und Tom Wedrins (SPD). Für sozial schwächere Haushalte sei eine solche Steigerung dramatisch.
Die beiden Fraktionen wollen die für das nächste Jahr anstehende Preiserhöhung abmildern und dadurch ein sozialpolitisches Signal setzen. Die Stadtwerke wurden aufgefordert, verschiedene Preissenkungsszenarien auszurechnen.
Die Grünen und die SPD betonen, dass angesichts der prekären Haushaltslage der Stadt, die vorgeschlagene Preisminderung nur eine einmalige Aktion darstellen könne. In den kommenden Jahren sei jedoch mit weiter steigenden Energiepreisen zu rechnen. Sie appellieren deshalb an die Göttinger Haushalte und Hauseigentümer durch Investitionen und Energiesparmaßnahmen, die den Verbrauch reduzieren, zur Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern beizutragen. „Energieeinsparungen dienen dem Klimaschutz und schonen zugleich den eigenen Geldbeutel“, betonen Becker und Wedrins.
