|  | Bernd Grunwald: Finanzen, Wirtschaft und Feuerwehr |
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„Was soll ich eigentlich hier unter den vielen Akademikern?“ Das fragte sich Bernd Grunwald vor gut zehn Jahren auf einer Antragskonferenz zur Erweiterung der Holzplattenproduktion bei Glunz in Grone. Gut, dass der Sprecher der Bürgerinitiative „Glunz und Göttingen“ doch geblieben ist: Sein Antrag war technisch fundiert, enthielt konkrete Vorschläge und war als einziger formal korrekt.
Gelernt hat Grunwald den Austausch zwischen Praktikern und Akademikern wohl bei der Arbeit. Der gelernte Maschinenbauer muss als „Kraftwerker“ den Überblick beim Betrieb des E.on-Heizwerks behalten, aber darf bei Defekten oder Ersatzteilmontagen auch vor dreckigen Händen nicht zurückschrecken.
So wird Grunwald, der bereits mit 12 Jahren bei der Ortsfeuerwehr Grone landete, der einzige „gelernte Feuerwehrmann“ im Rat der Stadt sein. Er weiß viel über gebrochene Hilfsrahmen (in Grone gerade beim Löschfahrzeug TLF 8 geschehen), undichte Kühler (Problem beim LF 16 TS in Grone), aber auch über Einsatzpläne, die Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr und auch über Fahrzeugkonzepte. An letzterem fehlt es in Göttingens Feuerwehren, wie dem Berichterstatter im Feuerwehrgerätehaus Grone anschaulich erläutert wird.
Beim Thema Feuerwehr fällt dem im März nachgerückten Ratsmitglied ein ganzer Katalog für die Nachwuchsförderung ein: Gründung einer Kinderfeuerwehr, mehr Ansprache in den Schulen, Abbau alter Vorurteile, mehr Durchlässigkeit von Freiwilliger Feuerwehr zu den Hauptberuflichen und bessere Einstellungschancen für Feuerwehrleute in der Kommune.
Im Wirtschaftsbereich interessiert ihn die Entwicklung der Gewerbegebiete, nicht nur in Grone, das Verhältnis von Umweltbelastungen zum Wohnumfeld und natürlich die Frage, wie nachhaltig wirklich neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Den Weg in die SPD hat Grunwald übrigens über Schulthemen gefunden. Als er 1996 in die Partei eintrat und 2001 erstmals für sie kandidierte, störte ihn vieles. Dazu zählt er noch heute die Zusammenarbeit von Grund- und Hauptschulen, die außerschulische Nutzung von Schulgebäuden und natürlich auch deren wirtschaftlichen Betrieb. Der Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft und Feuerwehr scheint für ihn in voller Breite das richtige Tätigkeitsfeld zu sein.
gaf
