|  | GVZ-Arbeiten haben begonnen |
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Über den Stand der Arbeiten auf dem Gelände des Güterverkehrszentrums (GVZ) Göttingen haben sich am 15. Juni 2005 die Mitglieder der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Göttingen vor Ort informiert. Die Sozialdemokraten registrierten mit Interesse, dass die nach der Übernahme durch die stadteigene Wirtschaftsfördergesellschaft GWG begonnenen Abbruch- und Freiräumarbeiten planmäßig voranschreiten und dabei bislang keine beseitigungspflichtigen Altlasten entdeckt wurden. Klaus Hoffmann berichtete, dass der Kostenrahmen bislang eingehalten werden konnte. Der GWG-Geschäftsführer: „Mitte des Jahres werden wir die Flächen freigeräumt haben, so dass wir Interessenten aus der Logistikbranche attraktive Angebote machen können.“
Die Ratsmitglieder, die vom Landtagsabgeordneten Thomas Oppermann begleitet wurden, informierten sich über die Gespräche mit der benachbarten Novelis (vormals Alcan), die sich für die Fortführung des KLV-Verkehrs entschieden hätten. Dafür solle weiter der auf dem Gelände vorhandene Verladekran eingesetzt werden. Der ist jedoch in die Jahre gekommen und wird, entsprechende Fördermöglichkeiten vorausgesetzt, möglicher Weise ersetzt, um das Be- und entladen von Güterwaggons ohne zeitraubendes Rangieren zu ermöglichen. Potential für das neue GVZ Göttingen sieht Hoffmann vor allem im Verkehr zu den Seehäfen. Außerdem bestehe die Möglichkeit, dass sich andere Verlader an den Novelis-Gütertransporten auf der Schiene zwischen Göttingen und dem Knoten Neuss beteiligen.
Hoffmann warnte jedoch vor zu hohen Erwartungen an das Schritt für Schritt zu entwickelnde GVZ. Es fehle noch an überzeugenden Angeboten der Eisenbahnunternehmen wie der Deutschen Bahn. Doch für die Sozialdemokraten steht fest, dass sich die sorgfältig vorbereitete Übernahme des Geländes durch die GWG gelohnt hat. GWG-Aufsichtsratsmitglied Lars Gargulla: „Das Oberzentrum Göttingen nutzt die Chance für ein wichtiges Zukunftsprojekt, mit dem der Standort gestärkt und gleichzeitig die Straßen entlastet werden können.“ Mit dem Verkauf der ausgebauten Schienen zum Zwecke der Wiederverwertung finanziert die GWG übrigens auf Grund der hohen Stahlpreise wesentliche Teile der jetzt laufenden Arbeiten. Gargulla: „Das ist praktizierter Umweltschutz in wirtschaftlichen Größenordnungen.“

