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Nördliche Anbindung - Neue Flächen im Westen




Das GVZ Göttingen geht in Betrieb.


Mögliche Logistikfläche: der Siekanger.

Ende Juni wird das Güterverkehrszentrum (GVZ) Göttingen offiziell in Betrieb genommen. Die Planung für das wichtige Projekt, in das bislang 13 Millionen Euro flossen, dauerte länger als gedacht, doch nun geht es mit voller Kraft los.

„Wir haben von Anfang an auf das richtige Pferd gesetzt“, sind sich die Aufsichtratsmitglieder der städtischen Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung (GWG) Mario Adam, Helmi Behbehani und Gudrun Czech einig.

Schon vor der offiziellen Feier haben die ersten Unternehmen die GVZ-Logistik-Halle bezogen, um von hier aus Waren zu versenden oder eben auch zu beziehen, wie etwa die Novelis.

Auf dem Moblitätstalk Südniedersachsen – einer zentralen Veranstaltungsreihe zum Thema Wirtschaft in der Region Südniedersachsen – stand das GVZ Göttingen im Mittelpunkt und wurde als „Leuchtturmprojekt“ für die Region bezeichnet. In Zukunft kann von einer Vervierfachung des Containerumschlags ausgegangen werden; Göttingen kann dabei logistischer Knotenpunkt der sogenannten Hinterland-Seewege werden.

 

Die EU wird in den kommenden Jahren den Transport über das Meer – auch aus verkehrspolitischen Gründen – weiter fördern. Wenn es um einen Umwelt schonenden Weitertransport auf dem Landwege geht, ist Göttingen dann führend vertreten. Sicherlich müsse dabei auch der KFZ-Verkehr in der Stadt geregelt werden, weshalb die SPD-Ratsfraktion nun fordert, eine nördliche Anbindung vom GVZ zur B 27 – der ehemaligen A 388 – so schnell wie möglich zu bauen. „So stört der LKW-Verkehr nicht die Innenstadt“, stellt Fraktionschef Tom Wedrins in Aussicht. In Hinblick auf den Arbeitsmarkt hat die Universitätsstadt Göttingen einen weiteren wichtigen Standortvorteil: Sie kann Logistik auch als Studieninhalt voran bringen. Wedrins: „Gemeinsam mit der Wirtschaft sollten wir den Logistik-Bereich stärker in der Göttinger Hochschullandschaft verankern.“

Noch vor der offiziellen Betriebsaufnahme des Güterverkehrszentrums (GVZ) Göttingen haben die Überlegungen für die Weiterentwicklung des Logistik-Standortes Göttingen begonnen. Zu dessen Stärkung beantragt die SPD-Stadtratsfraktion im Bauausschuss, im Rahmen eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes neue Gewerbeflächen für Logistikunternehmen zu erschließen. Dies kann nach Kenntnis der Fraktion am besten am Siekanger geschehen.

 

In der Antragsbegründung heißt es: „Wenn Göttingen sich die Chance, an dem enormen Wachstumspotenzial der Logistikbranche teilzuhaben, nicht entgehen lassen will, ist es erforderlich, hierfür umgehend ein marktgerechtes Flächenangebot bereit zu halten.“ Die Flächen am Siekanger seien dazu aufgrund idealer Rahmenbedingungen wie Nähe zur Autobahn, Erreichbarkeit ohne Ortsdurchfahrt und insbesondere auch wegen der Möglichkeit zum Gleisanschluss bestens geeignet. Da die äußere Erschließung des Siekangers, der von Grone durch den Lärmschutzwall und die ICE-Trasse getrennt ist, bereits vorhanden sei, könne hier kurzfristig ein hochattraktives Angebot bereit gestellt und damit der Standort Göttingen weiter gestärkt werden. 



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