|  | Ortsumfahrung Holtensen wird gebaut - Umplanung |
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Die Holtenser können sich freuen: Nach einigen Verzögerungen stehen die Signale für die Entlastungsstraße endlich auf Grün. Auf Anfrage der SPD-Stadtratsfraktion teilte Stadtbaurat Thomas Dienberg Anfang März im Bauausschuss mit: „Nach derzeitigem Planungsstand erscheint ein Baubeginn Anfang 2007 möglich.“
Die verkehrliche Entlastung des Göttinger Ortsteils stand immer wieder auf der Tagesordnung. Zuerst sah sich das Land Niedersachsen nicht mehr in der Lage, seine Finanzierungszusage einzuhalten. Konsequenz: Die städtischen Gremien beschlossen notgedrungen, den Anteil der Stadt von 10 auf 20 Prozent zu verdoppeln, um das Projekt abzusichern. Doch der Ausbau der Nord-Süd-Autobahn, von dem die neue Straße abhängt, kam langsamer voran als geplant.
Nach der zwischenzeitlichen Herabstufung des Autobahnzubringer BAB 388 zur Bundesstraße ergaben sich neue Möglichkeiten der Planung, die das Baudezernat der Stadt nutzte. Die Kommunale Entlastungsstraße Holtensen führt jetzt nicht mehr von der Anschlussstelle Holtensen westlich an der Ortslage vorbei, sondern wird noch weiter nach Westen verlegt. Die Straße wird nun direkt an die Nord-Süd-Autobahn und die „B 27 neu“ angebunden.
Wer von Göttingen kommt, fährt dann nicht nach Holtensen ab, sondern fährt bis zum Knoten „Göttingen-Nord“, wo über einen Kreisverkehr die Verbindung zur neuen Straße Richtung Lenglern hergestellt wird. Die Brücke über die Autobahn zwischen Holtensen und Lenglern wird auch im neuen Plan abgebrochen.
Der Bauausschuss sowie die Ortsräte Holtensen und Elliehausen-Esebeck stimmten der neuen, ortsferneren Trassierung zu. An den Gesamtkosten von rund 10 Millionen Euro beteiligen sich nun auch der Landkreis und die Nachbargemeinde Bovenden. Die Bauausschuss-Mitglieder Heide Brückner und Tom Wedrins begrüßten ausdrücklich die über die Stadtgrenzen hinaus gehenden Pläne und drängen nun auf den Baubeginn.
