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Planung für Ladenzeile weckt alte Diskussion


Die Bewohner des Holtenser Berges fühlen sich seit Jahren durch nur eine Verkehrsanbindung über die Europaallee benachteiligt. Ursprünglich bestand das städtebauliche Konzept der 60-iger Jahre darin, Neubaugebiete mit einer einzigen Zugangsstraße zu erschließen, um Durchgangsverkehre zu verhindern.
Bis zum Bau der A 388 (dem inzwischen zur Bundesstraße
herabgestuften Zubringer zur Nord-Süd-Autobahn) wurde die Straßenanbindung nicht als Problem gesehen.

Mit dem Bau der vierspurigen Straße und einer Brücke, über die nun die Europaallee den Holtenser Berg erreichbar machte, bildeten sich zunehmend Sorgen heraus, dass bei einem schweren Verkehrsunfall auf dem Zubringer die Brücke unpassierbar werden könnte. Angeheizt wurde die Diskussion um die Verkehrsanbindung durch die geplante Aufgabe der bisherigen Auffahrt auf den Zubringer in Richtung Weende, Gewerbegebiet Lutteranger und Uni-Nordbereich/Klinikum.


Daher wurde der alte Gedanke der Öffnung der Straße „Unter dem Hagen“ nach Holtensen wieder aufgenommen. Dies verfestigte die bekannte ablehnende Haltung der Holtenser, die einen massiven Schleichverkehr befürchten. Ohne verkehrslenkende Maßnahmen wäre unerwünschter Verkehr nicht auszuschließen. Eine Einbahnstraßenregelung von Holtensen zum Holtenser Berg wäre vielleicht eine gangbare Lösung. Nach Auffassung der Holtenser könnte der Rückverkehr über die Europaallee nach Holtensen geführt werden. Sie möchten ihren Spazierweg ins Grüne auf „den Berg“ erhalten und beklagen, dass Autofahrer die Straße vorschriftswidrig nutzen.

All dies wurde mit genauso viel Emotionen bei unserem Ortstermin von den Holtensern vorgetragen wie die Bewohner vom Holtenser Berg ihren Standpunkt artikulierten. Die Bergbewohner setzten noch hinzu, dass die Holtenser es in der Stadtpolitik leichter hätten, ihre Interessen durchzusetzen, da sie über einen eigenen Ortsrat verfügen.


Frank-Peter Arndt




Planungen für einen neuen Supermarkt auf dem Holtenser Berg haben eine neue Diskussion um die Verkehrsanbindung ausgelöst.


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