|  | Programm um zwei Jahre beschleunigen |
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In Göttingen bestehen nicht weniger als 89 verschiedene Einrichtungen für die Kinderbetreuung. Die Stadt Göttingen wendet für diesen Bereich jährlich etwa 15 Millionen Euro auf. Rund 4000 Plätze gibt es in den Kindergärten der Stadt und der freien Träger, außerdem eine zunehmende Zahl von Krippen und Horten. Der „Versorgungsgrad“ bei Krippen für Kinder unter drei Jahren liegt bei landesweit vorbildlichen 38 Prozent und soll bis 2013 auf 45,7 Prozent steigen.
Zusätzlich werden Kitas neu gebaut oder großzügig erweitert. Gerade erst wurde der über eine Million Euro teure Umbau der Kindertagesstätte „Baumhaus“ in Nikolausberg wieder in Betrieb genommen. In der Janusz-Korczak-Schule wird eine zweite Hortgruppe eröffnet.
Leider fehlen im Stadtgebiet und vor allem in einzelnen Ortsteilen immer noch Hortplätze. Viele Eltern haben große Mühe, einen Platz für den Nachwuchs im Grundschulalter zu finden, sind aber aus beruflichen Gründen dringend auf die Betreuung angewiesen. Kinder wechseln sogar die Schule, um einen geeigneten Hortplatz zu ergattern. Die Zietenterrassen gehören zu den „Notstandsgebieten“, wo kein Hort zur Verfügung steht. Die Lage spitzt sich weiter zu, weil „auf Zieten“ immer mehr junge Familien ihren Wohnsitz nehmen.Der SPD-Stadtratsfraktion gehen die Planungen der Verwaltung für mehr Hortplätze – und für mehr Ganztagsgrundschulen – viel zu langsam.
„In Planung sind rund 160 Plätze, aber erst bis zum Jahr 2013 – und das ohne verbindlich festgelegte Standorte“, kritisiert die Jugendhilfe-Ausschussvorsitzende Helmi Behbehani. „Eine Versorgungsquote von geplanten 19,1 Prozent ist gemessen am Bedarf und im Vergleich zu den Krippenplätzen viel zu wenig“, so die Ratsfrau. Fraktionsvorsitzender Tom Wedrins ergänzt: „Wir wollen, dass die Verwaltung ihr Ausbauprogramm um zwei Jahre vorzieht“. Ein entsprechender Antrag wurde von der Fraktion bereits im Frühsommer in den Rat eingebracht. Mehr Hortplätze sollen von der SPD auch zum Gegenstand der Verhandlungen zum Haushalt 2010 gemacht. werden.
Für die Zietenterrassen zeichnet sich bereits eine mögliche Lösung ab. Wunschpartner ist der ASC. Erste Gespräche mit dem Verein, der kürzlich in der Danziger Straße einen Neubau eröffnet hat, habe es bereits gegeben, berichten Behbehani und Wedrins.
