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Personalausstattung Job-Center


Anfrage nach § 10 der Geschäftsordnung für den Rat, den Verwaltungsausschuss, die Ratsausschüsse, die Ausschüsse nach besonderen Rechtsvorschriften und die Ortsräte der Stadt Göttingen

Wir fragen die Verwaltung:

 

1. Wie hoch ist die aktuelle Zahl von ALG II Fällen im Job-Center Göttingen?

 

2. Wie viele Stellen werden für die Leistungsgewährung, das Fallmanagement die Arbeitsvermittlung und die Verwaltung des Integrationsbudgets eingesetzt?

 

3. Welche Fallbearbeitungsquote pro Mitarbeiter ergibt sich derzeitig daraus?

 

4. In wie vielen Fällen ist es zu Beschwerden von Leistungsempfängern gekommen?

 

5. Welche Quote ist dies, bezogen auf die Gesamtzahl der Leistungsempfänger?

 

6. Was unternimmt die Verwaltung, um den Personalschlüssel den Vorgaben 1:150 für Erwachsene und 1:75 für Jugendliche zu erreichen?

 

7. Welche Maßnahmen hat die Verwaltung ergriffen bzw. bereits geplant, um das Angebot im Job-Center und die Qualifizierung der Mitarbeiter/innen in Richtung Kundenorientierung und Kundenfreundlichkeit weiter zu verbessern?

 

 

Antwort der Verwaltung

1. Zum Stichtag 17. August 2005 gab es 7.330 aktuelle Fälle in der Bearbeiturig des Job-Centers.

 

2. In der Leistungssachbearbeitung (Kosten der Unterkunft, Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts und Fallmanagementanteile) incl. Erstantragsbereich und Unterhaltsfestsetzung sind z. Zt. 53,25 Stellen besetzt. Zusätzliches Personal ist für die ordnungsgemäße Abwicklung der Bundestagswahl abgestellt worden. Für das Fallmanagement und die Arbeitsvermittlung werden 33,69 Stellen eingesetzt (davon 24,69 Stellen bei der KAöR Beschäftigungsförderung Göttingen und 9 Stellen im Fachbereich Soziales - 5 Sozialarbeiterlinnen und Stellenanteile bei der Leistungssachbearbeitung). Im Job-Center Jugend sind 7,64 Fallmanager für 573 Jugendliche aus dem Stadtgebiet tätig (plus 1,5 Stellen für den Landkreis). Für die Verwaltung des Integrationsbudgets: 3 Stellen Vollzeit; 2 Stellen Teilzeit zus. 24,25 Std.; 1 Stelle Vollzeit z.Zt. nicht besetzt; 3 Stellen anteilig zus. 53 Std; Vorstand anteilig 29 Std.

 

3. In der Leistungssachbearbeitung ergibt dies eine Fallquote von 135 pro Sachbearbeiter, spiegelt aber nicht die wahren Gegebenheiten wider, da der Erstantragsbereich und die Unterhaltsfestsetzung keine eigene Fallrate besitzt. Die tatsächliche Fallrate liegt bei ca. 160 Fällen pro Leistungssachbearbeiter. Beim Fallmanagement besteht eine Fallbearbeitungsquote von 1 : 127 gegenüber der Vorgabe von 1:117. Beim Fallmanagement Jugend besteht eine Fallbearbeitungsquote von 1 : 1 13 gegenüber der Vorgabe von 1 :75. Aktuell wurden beim Träger des SGB II, dem Landkreis Göttingen, zusätzliche 8 Stellen Fallmanagement beantragt. I STADT, DIE WISSEN SCHAFFT Der Oberbürgermeister

 

4. und

 

5. Im Zeitraum 01/05 bis 08/05 gingen beim Beschwerdemanagement 131 Beschwerden zu Fragen des SGB II ein. Im Vergleichszeitraum 2004 waren es 107 Beschwerden zu Fragen des BSHG. Dies entspricht in 2004 einer Quote von ca. 3,3% und in 2005 von 1,8%. Beschwerden, die in Zusammenhang mit der Arbeitsvermittlung stehen, betrugen unter 0,5%. Die Verwaltung nimmt jede Beschwerde sehr ernst. Beschwerden werden intern aufgearbeitet, mit dem Ziel, Schwachstellen in der Organisation zu beseitigen.

 

6. Mit Schreiben vom 11.2.05, 4.4.05, 27.6.05 und 23.8.05 sowie in diversen Gesprächen wurde der Landkreis Göttingen auf die erhöhten Fallzahlen mit der Bitte um zusätzliches Personal für die Leistungssachbearbeitung, das Fallmanagement und die Arbeitsvermittlung hingewiesen.

 

7. Wie auch schon zur Zeit der BSHG-Leistungsgewährung wird bei der Qualifizierung/Weiterbildung von Mitarbeiterlinnen besonderer Wert auf eine fundierte materiell-rechtliche Schulung gelegt. Damit ist der Grundstein für eine sichere Anwendung des Rechts gelegt. Daneben wurden und werden Seminare zu Gesprächsführungstechniken, zum Konflikt- und Fallmanagement angeboten. Derzeitig finden Gespräche zum Thema ,,Sicherheit am Arbeitsplatz" statt. Die KAöR Beschäftigungsförderung Göttingen hat beim Institut für berufliche Bildung und Weiterbildung e.V. (IBBW) einen Projektantrag gestellt, modellhaft die Ausbildung zum/r Fallmanagerlin mit Fernstudienanteilen in Göttingen umzusetzen. Darüber hinaus plant die Verwaltung eine Kundenbefragung im Job-Center für den Beginn des Jahres 2006, wenn dann voraussichtlich alle erforderlichen Stellen besetzt sind und nach dem geplanten Konzept gearbeitet werden kann.

 

 



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