|  | Konzept "Kinderbetreuung" Stadt-Universität |
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Der Rat der Stadt Göttingen möge beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit der Georg-August-Universität Göttingen ein Konzept für die Betreuung von Kindern junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu entwickeln. Es sollen strategische Ziele und Maßnahmen erarbeitet werden, die zur aktiven Förderung des akademischen Nachwuchses in unserer Stadt und zur verbesserten Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Karriere, Beruf, Studium und Familie beitragen.
Begründung:
Die negativen Folgen, die sich ergeben, wenn es an adäquaten Kinderbetreuungsplätzen speziell für den akademischen "Nachwuchs" fehlt, sind immens. Junge Wissenschaftlerinnen haben schon nach wenigen Monaten den Anschluss bei den naturwissenschaftlichen Fächern verloren. Dadurch müssen immer wieder junge Frauen und Männer mit hoffnungsvollen Karrierechancen wegen Erziehungszeiten ihre wissenschaftliche Laufbahn abbrechen. Das Hauptmerkmal des akademischen Nachwuchs an der Universität ist vor allem die zeitliche Flexibilität, zumal gerade von Nachwuchswissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen eine hohe Bereitschaft erwartet wird, auch abends oder am Wochenende zu arbeiten - von regelmäßig zu besuchenden Kongressen und Tagungen ganz abgesehen. Deshalb reichen Betreuungsangebote werktags zu normalen Tageszeiten mit Schließzeiten in den Schulferien nicht aus. Vor allem die Betreuung von Kleinkindern unter drei Jahren stellt die jungen Mütter und Väter vor erhebliche Probleme. Gemeinsam mit der Universität und den jeweiligen Umlandgemeinden, die häufig nur ein Vormittagsangebot bereithalten, ist ein entsprechendes Finanzierungskonzept vorzubereiten.
Ähnlich wie bereits bei den Kinderkrippen der Max-Planck-Institute in Göttingen sollen deshalb Betreuungsplätze geschaffen werden, die den speziellen Bedürfnissen der Forschung entsprechen. Ziel ist es deshalb, in Zusammenarbeit mit der Universität dieses wichtige wissenschaftliche Potenzial zu erhalten, indem Kinderbetreuung mit entsprechend flexiblen Angeboten geschaffen werden. Eltern brauchen eine breite gesellschaftliche Unterstützung. Einen Teil davon muss die Stadt Göttingen übernehmen und bessere Rahmenbedingungen für Familien mit Kindern in Zusammenarbeit mit der Universität schaffen.
Ergebnis: überwiesen in den Ausschuss für Jugendhilfe (einst.)
