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| Stadtgespraech: Beitragsfreies Kita-Jahr |
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|  | Bausteine für die familienfreundliche Stadt | |  | | |  |

Das gebührenfreie Kindergartenjahr ist aus der Sicht fast aller Verantwortlichen eine gute Idee, aber wenn es konkret wird, dann kommen die zahlreichen Bedenken. Sichtlich erfreut registrierte Bürgermeister Claus-Dieter Schacht (Hemmingen) beim Stadtgespräch der SPD-Stadtratsfraktion, dass es auch anders geht. In Göttingen haben die Sozialdemokraten im Zuge der Haushaltsbeschlüsse durchgesetzt, dass ab August 2006 die Gebühren im letzten Kindergartenjahr entfallen. Bürgermeister Schacht beklagt nicht lange die schwachen PISA-Ergebnisse und die niedrigen Geburtenraten, sondern geht in die Offensive: "Der Übergang vom Kindergarten auf die Grundschule ist eine ganz wichtige Lebensphase der Kinder." Sozialverhalten könne man eben nicht ausschließlich zu Hause einüben, sondern nur im sozialen Handlungsrahmen des Kindergartens. Deshalb will der Hemminger Bürgermeister dem Göttinger Beispiel folgen und auf kommunaler Ebene die Beitragsfreiheit einführen.
Aus der Sicht der Göttinger Sozialdemokraten ist das jetzt beschlossene beitragsfreien Kita-Jahres der erste Baustein für die familienfreundliche Stadt. Helmi Behbahani: "Wir sorgen für eine bessere Ausbildung der Erzieherinnen, erweiterte Öffnungszeiten und insgesamt familienfreundliche Bedingungen." Die Gebührenbefreiung sei kein Almosen, sondern eine dringend gebotene Investition in die Zukunft der Familien. Oberbürgermeisterkandidat Wolfgang Meyer sieht in diesem Gesamtpaket mehr Ganztagsschulen als Schulen der Zukunft. Die parallel geführten Systeme Schule und Hort müssten endlich zusammen geführt werden. Auch für SPD-Fraktionschef Tom Wedrins steht fest, dass Kindergärten und Schulen künftig enger verzahnt werden müssen. Und dass die Landesregierung den Haushalt der Stadt wegen der beschlossenen Gebührenermäßigung blockiert, kann er sich nicht vorstellen. Wedrins: "Das wäre ein familienpolitischer Skandal." 
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