Vor Ort haben sich Mitglieder der SPD-Stadtratsfraktion über die Entwicklung des Kindergartens Nikolausberg informiert. Die Einrichtung der evangelischen Gemeinde Nikolausberg ist in einem städtischen Gebäude untergebracht, das in mehrfacher Hinsicht den Anforderungen nicht mehr gerecht wird. So berichteten Kita-Leiterin Ute Lehmann-Grigoleit und Pastor Gert Liebenehm-Degenhard von dem unzureichenden Küchenbereich, in dem vor allem zur Mittagszeit drangvolle Enge herrscht. Durch die Einführung des Ganztagsbetriebs müssen fast 50 Kinder verköstigt werden. Auch fehle ein Schlafbereich für die Kleinen und ein Multifunktionsraum.
Besondere Sorgen bereitet ein 30 Jahre alter Container-Anbau, in dem es bei sommerlichen Temperaturen zu heiß und im Winter zugig ist. Eine bauliche Anpassung an die veränderte Kinderbetreuung sei auch in Hinblick auf die notwendige Entzerrung der neuen Hortgruppe mit Schulaufgabenhilfe wünschenswert, erfuhren die jugendpolitische Sprecherin Helmi Behbehani und Ratsherr Uwe Friebe. Sie erfuhren, dass die örtlichen Bindungen im Ortsteil groß sind und sogar eine Warteliste besteht. Die Absicht, im Neubaugebiet "Eschenbreite" einen zweiten Kindergarten zu bauen, wurde inzwischen verworfen.
Eine Lösung der Probleme sehen die Sozialdemokraten im Umbau des Kita-Gebäudes, bei dem die Erweiterung der Räumlichkeiten und der Ersatz der Container im Mittelpunkt stehen soll. Dazu hat die SPD-Fraktion für die Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 11. Mai 2006 einen entsprechenden Antrag eingebracht, der einmütig beschlossen wurde. Noch für die Haushaltsberatungen des Jahres 2007 soll die Stadtverwaltung ein Raumkonzept mit Kostenkalkulationen vorlegen. Auf dieser Grundlage werde ihre Fraktion das Projekt vorantreiben, kündigte Behbehani während des Gespräches an.
Helmi Behbehani und Uwe Fribe informieren sich zusammen mit Carola Margraf (links) und Gregor Motzer über den Kindergarten Nikolausberg vor Ort.