|  | Mehr Krippen- und Hortplätze für Göttingen |
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Göttingen ist die Stadt, die Wissen schafft und ein gut ausgebautes Kinderbetreuungsangebot ist ein wichtiger Faktor für den Wissenschaftsstandort Göttingen. „Das Angebot an Kindergartenplätzen ist in Göttingen bedarfsgerecht ausgebaut. Es bestehe jedoch weiterhin ein Mangel an Krippen- und Hortplätzen,“ so die familienpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion Göttingen, Helmi Behbehani. „Deshalb dürfen die vorhandenen Kindergartenkapazitäten bei zurückgehender Nachfrage nicht verloren gehen. Freiwerdende Plätze sollen entweder in Krippenplätze für unter Dreijährige oder in Hortplätze für Grundschulkinder umgewandelt werden,“ so auch der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Tom Wedrins
Behbehani und Wedrins sehen als zentrales Problem der Vereinbarkeit von Familie und Beruf die Frage der Kinderbetreuung. „Göttingen muss, um seine Standortchancen zu erhöhen, aber auch, um Familien mit Kindern eine Perspektive bieten zu können, in den nächsten Jahren sein Angebot an Kinderbetreuung ständig optimieren. Göttingen ist eine familienfreundliche Stadt und soll ihre Attraktivität für Arbeiten, Leben und Wohnen mit Familie weiter verbessern,“ sind sich Wedrins und Behbehani einig.
Ganztagsplätze, sowie Krippen und Hortplätze, für die es bisher keinen Rechtsanspruch gibt, sollen jedoch nicht nur Berufstätigen offen stehen, sondern auch gerade den Arbeitsuchenden, die nach Hartz IV durch Kinderbetreuungsangebote unterstützt werden sollen. Auch Studierenden und Eltern in Aus- und Weiterbildung muss das gesamte Kinderbetreuungsangebot offen stehen,“ erklärt Behbehani.
„Die Übernahme der Elternbeiträge durch die Stadt darf nicht zu einer Einschränkung der Kinderbetreuung für einkommensschwache Familien führen. Die Einschränkung des „Bedarfsbegriffs“ auf erwerbstätige Eltern benachteiligt die Kinder aus Familien mit arbeitslosen Eltern zusätzlich und mindert ihre Zukunftschancen,“ ist sich Wedrins sicher.
„Kindergärten haben nicht nur eine Betreuungsfunktion, sondern auch einen pädagogischen Auftrag nach Bildung, Förderung und Integration. Die Förderung in Krippe, Kindergarten und Hort wirkt sich positiv auf den Lern- und Schulerfolg von Kindern aus. Gerade die Kinder aus einkommensschwachen Familien brauchen besondere Förderung im Kindergarten und dürfen nicht aus wirtschaftlichen Gründen ausgegrenzt werden,“ so Wedrins und Behbehani abschließend.
