Stadt GöttingenSPD-StadtverbandSPD-Unterbezirk


 Startseite

 Fraktionsmitglieder

 AnsprechpartnerInnen

 Presse-Informationen

 Anträge

 Anfragen

 Ratsanfragen

 Ausschussanfragen

 Rathaus aktuell

 Fraktion vor Ort / Termine

 Newsletter

 Kontakt

 Impressum

Landeskürzungen beim Göttinger Symphonieorchester und beim Deutschen Theater


Anfrage im Ausschuss für Kultur und Wissenschaft am Donnerstag, 19. Januar 2006

 

 

Nach einem Pressebericht des Göttinger Tageblattes vom 10. Januar 2006 plant das Land Niedersachsen die Förderung für die Kultureinrichtungen GSO und DT bis zu 12 Prozent zu Kürzen.

Wir fragen vor diesem Hintergrund die Verwaltung:

1. Wie sehen die Vorgaben des Landes für die zukünftigen Zuschussverträge für GSO und DT aus?

2. Das Land plant offenbar, zukünftig eine Festbetragsförderung vorzunehmen. Wie hoch waren die jährlichen Steigerungen des Landeszuschusses für das GSO und das DT in den letzten 5 Jahren?

3. Welche Auswirkungen haben die angekündigten Kürzungen aus Sicht des GSO und des DT auf die beiden Kultureinrichtungen? Wie werden die angekündigten Zielvereinbarungen bewertet?

4. Welche Chancen sieht die Verwaltung, die geplanten Landeskürzungen zu verhindern?

 

 

Antwort der Verwaltung

auf die Anfrage der SPD-Ratsfraktion für die Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft am

19.01.2006

THEMA : Kürzungen der Landesförderung beim Göttinger

Symphonie Orchester und Deutschen

Theater

Antwort erteilt : Stadträtin Dr. Schlapeit-Beck

(1) Nach Vorstellungen des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur

ist sowohl beim GSO wie auch beim DT für das Frühjahr 2006 der Abschluss einer Zuwendungsvereinbarung

mit dem GSO bzw. DT, den kommunalen Zuschussgeber(n)

und dem Land Niedersachsen vorgesehen. Der Landeszuschuss soll ein gesicherter

Festbetragszuschuss auf Basis des Jahreszuschusses 2005 mit einer Vertragslaufzeit

bis einschließlich des Jahres 2011 sein. Die jährliche tarifliche Steigerungsrate entfällt.

Der Vertragsabschluss soll aus Sicht des Landes mit einer Ziel- und Leistungsvereinbarung

verbunden werden, die folgende kulturpolitischen Zielvorstellungen des Landes

enthalte:

1. Verstärkte Kinder- und Jugendarbeit des Orchesters bzw. Theaters für ihr künftiges

Publikum, insbesondere für die heutigen Schüler/innen der Jahrgangsstufen 5 - 8

2. Verstärkte Bemühungen um Austausch von Produktionen, gegenseitige Gastspiele

und Koproduktionen

3. Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements

Für die beiden ersten Punkten sollen nach Vorstellung des Ministeriums 10 % der Zuschussauszahlung

vom Nachweis der Leistungserbringung und Zielerreichung abhängig

gemacht.

Zur Konkretisierung der genannten 3 Zielvorstellungen sollen GSO und DT bis Ende

Januar Vorschläge unterbreiten und ihre Vorstellungen präzisieren.

(2) Entwicklung der Landeszuschüsse GSO und DT

Die bis 2006 gültigen Zuschussverträge sehen eine jährliche tarifliche Steigerung vor

(„Erhöhung jeweils jährlich um den Prozentsatz, um den die Personalausgaben für das

künstlerische Personal im Vorjahr linear durch Tarifverträge gestiegen sind, höchstens

jedoch um den Prozentsatz, um den die Vergütungen für Verwaltungsangestellte des

Landes linear für das Vorjahr erhöht wurden“). Die Steigerungen seit dem Jahr 2000:

vgl. Anlagen

Der Oberbürgermeister

- 2 -

(3) Der beabsichtigte Festbetragszuschuss des Landes Niedersachsen bedeutet, dass sich

das Land künftig nicht mehr an steigenden Personal- und Sachkosten (vgl. z.B. die

Entwicklung der Energiekosten) der betroffenen Kulturinstitutionen beteiligt. Die Haushaltskonsolidierung

hat bereits in den letzten zehn Jahren zu erheblichen Einsparungen

sowohl beim Deutschen Theater als auch beim Göttinger Symphonie Orchester geführt.

Die Gewährung eines Festbetragszuschusses bedeutet de facto eine Zuschusskürzung,

da von weiteren Kostensteigerungen auszugehen ist. Diese wird sich qualitativ

und quantitativ belastend auf die künstlerische Leistung auswirken. Die angekündigte

Koppelung der Erreichung von Zielvereinbarungen an den Einbehalt von 10 Prozent der

Fördersumme ist aus Sicht des DT und des GSO ein nicht praktikables Verfahren. Die

vom Land formulierten Ziele sind grundsätzlich begrüßenswert, dürfen aber nicht zu einem

Einbehalt von 10 Prozent der Fördersumme führen.

(4) Eine Änderung der von Landesseite für alle kommunalen Theater (mit Ausnahme der

drei Staatstheater) in Niedersachsen vorgesehenen Festbetragsbezuschussung wird

sehr schwer zu erreichen sein. Im Bereich der geplanten Zielvereinbarung wird ein für

beide Seiten akzeptables Ergebnis für möglich gehalten.

Anlagen:

Anfrage der SPD-Ratsfraktion vom 12.01.06

Entwicklung der Landeszuschüsse an GSO und DT 2000 - 2006



SPD-Ratsfraktion Göttingen

Neues Rathaus

1. Etage/Raum 199

Hiroshimaplatz 1-4

37083 Göttingen

 

Fon 0551-400 2290

Fax 0551-400 2060

 

spd-fraktion

@goettingen.de





Aktuelle Ausgabe hier



Druckansicht
Kontakt
Sitemap

 

© SPD-Stadtratsfraktion Göttingen 2008 - Impressum