

Eine bessere Busanbindung steht für die Leineberger Bürgerinnnen und Bürger ganz oben auf ihrer Wunschliste. Die ist eines der Ergebnisse einer interessanten Bürgerbefragung, die kürzlich im Bauausschuss und im Sozialausschuss des Rates vorgestellt wurde. Gefragt wurden die auf dem Leineberg wohnenden Menschen im August und September 2008.
Die Forscher wollten die Einschätzung der jetzigen Situation erfassen und Antworten auf die Frage einfangen, wie das Wohnen in diesem Gebiet attraktiver werden kann. Während die eigene Wohnung und die Wohnumgebung noch mit gut (2 minus) beurteilt wurden, gab es für die Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungen am Leineberg sowie für die kulturellen Angebote und sozialen Kontakte nur ein mäßiges ausreichend (4).
Eine grundlegende Erneuerung des Einkaufszentrums, betreutes Senioren-Wohnen im Stadtteil sowie ein regelmäßiges Rundschreiben mit Nachrichten, Terminen und Veranstaltungshinweisen für den Leineberg waren die weiteren Spitzenreiter bei den Wünschen der Befragten. Um diese Ergebnisse den Leinebergern selbst bekannnt zu machen und auszuwerten, lädt der SPD Ortsverein Leine alle Interessierten zu einer Veranstaltung in das Stadtteilbüro Leineberg ein. Nicht erst seit dem die Wissenschaftler von der Georg-August-Universität Göttingen, der Hafencity-Universität Hamburg und weitere Projektpartner ihr Forschungsvorhaben „Nachfrageorientiertes Nutzungszyklusmanagement – Investieren in die Zukunft“ ausgerichtet haben, kümmert sich SPD Ratsherr Klaus-Peter Hermann um den Stadtteil in Göttingens Südwesten.
So beauftragte der Rat der Stadt bereits im August 2007 die Verwaltung, für den Stadtteil Leineberg ein Konzept für das „Betreute Wohnen zu Hause“ sowie für eine wohnortnahe Versorgung zu erarbeiten. Ziel des SPD-Antrages ist ein unabhängiges Leben im Alter und möglichst ein Verbleib in den eigenen vier Wänden. Dazu möchte die SPD eine stadtteilorientierte Infrastruktur und die entsprechenden Dienstleist-ungsangebote im Stadtteil erhalten oder wo nötig neu schaffen. Dazu gehört auch eine bauliche Anpassung der Wohnungen für ältere Bewohner. Bei der Sanierung des mittlerweile über 40 Jahre alten Wohnungsbestandes am Leineberg geht die Städtische Wohnungsbau-Gesellschaft beispielhaft voran.
Klaus-Peter Hermann: „Hier zeigt sich, wie wichtig es war, dass sich die SPD über Jahre dem Verkauf der Wohnungsbaugesellschaft widersetzt hat. Bei der städtischen Gesellschaft stehen Mieterinteressen im Vordergrund und nicht die Interessen anonymer Kapitaleigner." Das Bundesprogramm „Großstadtquartier im Focus – Gut versorgt in jedem Alter“ hat es möglich gemacht: Seit Mai hat der Leineberg ein Stadtteilbüro. Dort, wo früher Geld ein- und ausgezahlt wurde, in den ehemaligen Räumen der Sparkassenfiliale, treffen sich sich heute Anwohner zum Mittagstisch, verabreden gemeinsame Aktivitäten, diskutieren bei Kaffee und Kuchen im Erzählcafé oder kommen im Aktiventreff zusammen.
Es ist erstaunlich, was das Stadtteilbüro in wenigen Monaten für die Gemeinwesenarbeit am Leineberg bewirkt hat. Beteiligung, Vernetzung und Unterstützung von Bürgern und Bürgerinnen haben das Zusammenleben verändert und bilden den Kern für eine künftige Nachbarschaftshilfe. „Bedürfnisse und Wünsche von Bürgerinnen und Bürgern ernst nehmen heißt, sie mitbestimmen zu lassen und ihnen eine Chance geben, ihre Lebensumwelt und damit ihre Lebensqualität zu verbessern“, formuliert Ratsherr Hermann seine Grundsätze.


Der SPD-Ortsverein Göttingen-Leine lädt ein zu einer öffentlichen Informations- und Diskussionsveranstaltung am Donnerstag, 26. November 2009, um 19:00 Uhr im Stadtteilbüro Leineberg, Allerstraße 31. Präsentiert werden die Ergebnisse der im nebenstehenden Artikel vorgestellten Befragung und wie die ermittelten Wünsche aus der Bevölkerung umgesetzt werden können.
