|  | SPD fordert neues Planungsleitbild für die Innenstadt |
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Um Fehlentwicklungen in der Innenstadt zu vermeiden, fordert die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Göttingen die Überarbeitung des zuletzt 1988 beschlossenen Innenstadtleitbilds. „Das alte Leitbild ist ein bisschen in die Jahre gekommen“, stellt SPD-Fraktionschef Tom Wedrins fest. Zwar sei bei weitem nicht alles falsch, was damals in 21 Planungszielen entwickelt wurde, doch auf die aktuellen Problemlagen im Stadtbadareal und im Nikolaiviertel gebe es keine ausreichenden Antworten. Zudem müsse das Gesamtbild der aktuellen Lage angepasst werden. Wedrins: „Bei bloßen Einzelfallentscheidungen besteht die Gefahr, die Lebendigkeit der Innenstadt zu zerstören.
Das damals wie heute wichtigste Planungsziel, die möglichst vielschichtige Mischstruktur von Wohnen und Handel, müsse dahingehend überprüft werden, ob es in den vergangenen Jahren ausreichend eingehalten und weiter verfolgt wurde. Auch müsse dringend überprüft werden, welche Maßnahmen erforderlich sind, um die Lebendigkeit der Innenstadt zu bewahren. „Nur mit einem aktuellen Leitbild kann die Stadt gewährleisten, dass innenstadtrelevante Entscheidungen mit Hand und Fuß getroffen werden“, ist sich Wedrins sicher. Das im Vergleich zu anderen Städten gleicher Größenordnung relativ gut erhaltene Stadtbild ist aus sozialdemokratischer Sicht „ein Pfund für die gesamte Stadt und ihre Attraktivität“, die man nicht aus der Hand geben dürfe.
Die SPD-Ratsfraktion beantragt deshalb in der kommenden Ratssitzung (am Freitag, 11. November 2005) eine grundlegende Überarbeitung des Innenstadt-Planungsleitbildes. Dabei sollen Gutachten und Daten berücksichtigt werden, die in den vergangenen Jahren vorgelegt wurden. Dazu zählen nach Ansicht der Sozialdemokraten auch Ausarbeitungen zum Einzelhandel in der Innenstadt. Außerdem sei eine umfassende Bürgerbeteiligung sicher zu stellen.

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 Die SPD-Fraktion im Oktober am Brennpunkt "Nikolaikirchviertel" vor Ort.
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