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Teilzeitausbildung für junge Mütter


Interfraktioneller Antrag aller Fraktionen

Der Rat möge beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, wie das Projekt „Teilzeitausbildung für junge Mütter“ mindestens über die nächste Ausbildungsperiode hinaus fortgeführt werden kann. Ziel ist es, dieses Angebot, mit dem berufliche Ausbildung und Familie vereinbart werden kann, langfristig finanziell abzusichern und damit sowohl den Auszubildenden als auch den Ausbildungsbetrieben einen verbindlichen und verlässlichen Rahmen zu schaffen.

Begründung

Die Ergebnisse des mit EU-Mitteln finanzierten Modellprojektes in Trägerschaft der VHS Göttingen sind überzeugend: 19 junge Mütter haben in 17 unterschiedlichen Betrieben unter Beweis gestellt, dass sie auch mit einer 75-prozentigen betrieblichen Ausbildungszeit ihre Ausbildung erfolgreich abschließen konnten. Begleitet und unterstützt wurden sie - wie auch die Betriebe - durch die VHS. Individuelle Fördermaßnahmen, sozialpädagogische Begleitung, Konfliktmanagement und Überzeugungsarbeit sicherten einen verlässlichen und kontinuierlichen Rahmen sowohl für die auszubildenden Frauen aus auch für die ausbildenden Betriebe.
Das Modell wird inzwischen offensiv von der IHK und der Handwerkskammer unterstützt. Betriebe sind inzwischen bereit, zum zweiten und dritten Mal eine Ausbildung in Teilzeit zu wagen – allerdings unter der Voraussetzung, dass die Auszubildenden kompetent begleitet werden und auch die Betriebe sich bei Schwierigkeiten an eine solche Begleitung wenden können.
Der Bedarf von Seiten der Auszubildenden ist nach wie vor vorhanden. Junge Mütter (und auch junge Väter) brauchen die Chance für sich und ihr Kind/ihre Kinder eine Existenz sichernde Perspektive zu entwickeln. Eine Berufsausbildung ist hierfür unerlässliche Grundlage.
Ein bewährtes Modell muss nachhaltig verankert werden. Hierzu müssen verbindliche finanzielle Zusagen auch über ein Jahr hinaus gegeben werden, um die Ausbildungszeit bis zum Ende abzusichern. Gegebenenfalls ist hierzu mit den entsprechenden Stellen des Landkreises Kontakt aufzunehmen und über eine längerfristige Sicherung des Projektes zu verhandeln.
 
Unser Anspruch, eine familienfreundliche Kommune zu sein, kann hier Realität werden.

 

Der Antrag wurde einstimmig beschlossen.



SPD-Ratsfraktion Göttingen

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1. Etage/Raum 199

Hiroshimaplatz 1-4

37083 Göttingen

 

Fon 0551-400 2290

Fax 0551-400 2060

 

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