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Weitere Ampeln nachts abschalten?!


Als Reaktion auf den Antrag der SPD-Ratsfraktion „Nachtabschaltung von Ampeln“ teilte die Verwaltung im Bauausschuss am 19. März 2009 mit, „laufend die Möglichkeit einer Nachtabschaltung zu prüfen – insbesondere bei allen anstehenden Veränderungen“. Von den 106 städtischen Licht-Signal-Anlagen würden bereits 20 nachts abgeschaltet. Zudem wurde mitgeteilt, die Verwaltung prüfe in Abstimmung mit der Polizei die Nachtabschaltung folgender Licht-Signal-Anlagen:

  • Otto-Brenner-Straße / Hermann-Kolbe-Straße
  • Otto-Brenner-Straße / Kaufpark
  • Siekhöhenallee / Briefverteilzentrum
  • Königsallee / Holtenser Landstraße / Elliehäuser Weg



Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung



  1. Wie ist das Ergebnis der Prüfung der Nachtabschaltung von o.g. Licht-Signal-Anlagen?
  2. Welche weiteren Licht-Signal-Anlagen kommen für eine konkrete Prüfung von Nachtabschaltungen noch in Frage?
  3. Ist es aufgrund eines nur äußerst geringen Verkehrsaufkommens auf der Fahrtroute Kreuzung Weender-Tor Richtung Osten bis zur Kreuzung Friedländer Weg (Nikolausberger Weg) möglich, die Licht-Signal-Anlagen abzuschalten, die derzeit alle unnötigerweise in Betrieb sind?

 

 

Antwort der Verwaltung

 

Antwort erteilt : Stadtbaurat Dienberg

Zu den Fragen wird wie folgt Stellung genommen:

 

Zu 1. )

 Die Verwaltung wird die Lichtsignalanlagen (LSA)
• Otto-Brenner-Straße / Hermann-Kolbe-Straße
• Otto-Brenner-Straße / Kaufpark
• Siekhöhenallee / Briefverteilzentrum
• Königsallee / Holtenser Landstraße / Elliehäuser Weg

versuchsweise für die Dauer von einem ½ Jahr nachts abschalten. Nach der Probezeit erfolgt die endgültige Entscheidung, ob die Anlagen dauerhaft nachts ausbleiben können.
Es ist anzumerken, dass die Polizei und Straßenverkehrsbehörde bei 3 der 4 genannten LSA die Nachtabschaltung aus Verkehrssicherheitsgründen ablehnen. Die inhaltliche Begründung und ein zusammenfassender Untersuchungsbericht der TU Dresden zum Thema Nachtabschaltung sind in den Anlagen 1 und 2 aufgeführt.

 

Zu 2.)

Die Verwaltung wird in absehbarer Zeit bei weiteren Lichtsignalanlagen prüfen, ob eine Nachtabschaltung möglich ist. Insbesondere Anlagen in der Hannoversche Straße, Robert-Koch-Straße, Humboldtallee und Nikolausberger Weg (zwischen Kreuzung Weender Tor und Kreuzung Kreuzbergring) stehen auf dem Prüfstand.

 

Zu 3.)

Wie bereits in 2.) erwähnt wird auch diese Fahrtroute untersucht.

Anlage 1
Der Oberbürgermeister
Stellungnahme der Polizei und Straßenverkehrsbehörde:
Otto-Brenner-Straße/Hermann-Kolbe-Straße/Eisenbreite (Elliehäuser Kreuz):
Durch die Umklappung der AS zur und von der B 27 hat diese Kreuzung vor allem für den Schwerlastverkehr erheblich an Bedeutung gewonnen, auch nachts. Eine Abschaltung ist daher abzulehnen.
Der von der Straßenverkehrsbehörde bei der großen Umbauplanung geforderte
Umbau zum Kreisverkehr hätte zu einem erheblichen Sicherheitsgewinn geführt und zudem mittel- bis langfristig eine erhebliche Kostenersparnis für die Stadt Göttingen bedeutet.
Otto-Brenner-Straße/Kaufpark:
Es besteht der Trugschluss, dass außerhalb der (normalen) Öffnungszeiten des
Kaufparks hier kein Ein- und Ausbiegeverkehr mehr stattfindet. Der Betreiber hat mitgeteilt, dass es nachts zu Durchfahrten - auch mit Schwerlastverkehr - kommt. Eine Querung über mehrere Fahrspuren bei schon abgeschalteten Ampeln auf der Westumgehung ist nicht zu verantworten.
Siekhöhenallee/Briefverteilzentrum:
Auch hier findet nachts Schwerverkehr statt, künftig verstärkt durch das GVZ III
Siekanger. Die Querungssicherheit würde deutlich reduziert. Ein großer Kreisverkehr wäre die bessere Alternative (s. Elliehäuser Kreuz).
Königsallee/Holtenser Landstraße/Elliehäuser Weg:
Diese Kreuzung hat durch den Neubau des Hermann-Kolbe-Kreisels vor der B27 für den (nächtlichen) Schwerverkehr an Bedeutung verloren, zumindest für Linksabbieger aus dem Elliehäuser Weg, da nunmehr die August-Spindler-Straße die attraktivere Strecke ist. Deswegen können sich die Polizei und Straßenverkehrsbehörde hier eine Nachtabschaltung vorstellen.

 



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