|  | Niedersachsen ohne Region Südniedersachsen |
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Am 07. Juni 2005 erschien die Frankfurter Allgemeine Zeitung mit einer Verlagsbeilage zum Thema "Niedersachsen. Wirtschaft, Handel & Kultur". Auf insgesamt sechs Seiten konnten sich verschiedene Regionen hier darstellen.
Nach einen Vorwort des Ministerpräsidenten Wulff erscheinen unter anderem folgende Themen:
- Wilhelmshaven und der dortige Tiefwasserhafen
- Die Ems-Dollart-Region als europäisches Vorbild
- Hannover als Verkehrsknotenpunkt
- Schöner Wohnen in Osnabrück
Einen Beitrag über Südniedersachsen sucht man vergeblich.
Dies ist insofern bedauerlich, da die FAZ als bundesweit erscheinende Tageszeitung mit weltweiter Bedeutung gerade von Entscheidungsträgern gelesen wird, sodass eine Vorstellung der Region Südniedersachsen / Göttingen einen hohen Werbeffekt gehabt hätte, für Aufmerksamkeit bei Investoren hätte sorgen können und das Image von Südniedersachsen weiter hätte forcieren können.
Wir fragen deshalb die Verwaltung:
1. Wie ist zu erklären, dass Göttingen / Südniedersachsen in der Verlagsbeilage nicht vertreten ist?
2. Welche Initiativen und Kenntnisse über die Verlagsbeilage gab es bei der GWG, beim Regionalverband und bei der WRG?
3. Wie gedenkt die Verwaltungsspitze der Stadt Göttingen in Zukunft dazu beizutragen, dass die Region Südniedersachsen öffentlich wirksam vertreten wird und solche Möglichkeiten für die Region zu werben, genutzt werden?
Antwort erteilt die Verwaltung am 06.07.2005
Öffentlichkeitsarbeit für die Region Südniedersachsen
1.
Die Verwaltung ist vor ca. drei Monaten durch ein Akquisitionsschreiben des Verlages auf die geplante Beilage aufmerksam geworden. Die Ideen einer vom Referat des Oberbürgermeisters (Öffentlichkeitsarbeit) angeregten Gemeinschaftsanzeige von GWG und Stadt wurde auf Anraten der GWG verworfen. Entgegen den Erwartungen der anfragenden Fraktion werden nach den Erfahrungen der GWG mit Länderbeilagen der überregionalen Tageszeitungen eben keine Reaktionen von sogenannten Entscheidungsträgern hervorgerufen, ja noch nicht einmal Aufmerksamkeit erreicht. Für eine ausschließliche Imagewerbung erschien den Beteiligten der Aufwand von ca. 5.000 – 8.000 Euro im Kosten – Nutzen – Vergleich zu hoch.
2.
Derartige Beilagen werden ausschließlich mit dem Ziel herausgegeben, Anzeigen – Mehrerlöse zu erzielen. Redaktionelle Belange im Interesse einer vollständigen und umfassenden Information treten dahinter zurück. WRG und Regionalverband teilen die Auffassung, so die Auskunft ihrer Geschäftsführer, und verzichten deshalb ebenso auf eine Beteiligung an solchen Beilagen.
3.
Die eingeschränkten finanziellen Ressourcen der Stadt erfordern einen sparsamen und gezielten Einsatz. Diesen Kurs will die Verwaltung auch auf die Gefahr hin beibehalten, dass einige Verlage die redaktionelle Berücksichtigung Südniedersachsens und Göttingens offenbar von der Schaltung von Anzeigen abhängig machen, wie das bei der angesprochenen Beilage der Fall war.
