|  | Sprachförderung auf dem Abstellgleis |
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Über die Sprachförderung für Kinder nicht-deutscher Herkunftssprache vor der Einschulung haben sich die Mitglieder der SPD-Ratsfraktion vor Ort informiert. In der Kindertagesstätte der Jona-Gemeinde in Grone-Süd wird die frühkindliche Sprachförderung gegenwärtig von Doris Münstermann-Teutz mit 31 Stunden in der Woche durchgeführt. Von 79 Kindern werden 48 Kinder speziell nach ihren Bedürfnissen gefördert. Einzeln oder in kleinen Gruppen wird den Kindern die deutsche Sprache näher gebracht.
„Wir fürchten, dass das in Zukunft leider nur noch mit etwa 10 Stunden in der Woche möglich sein wird", beklagt Kita-Leiterin Inse Janssen-Oldigs. Die kontinuierliche Arbeit vor Ort und das Vertrauen in die Erzieherin seien der Erfolg der Sprachförderung, den die Jona-Kita seit drei Jahren vorweisen kann. Im ersten Jahr erhielten noch 12 Kinder die vorschulische Förderung durch Lehrkräfte, heute ist dies nur noch bei vier Kindern vor der Einschulung überhaupt noch notwendig. „Die Neuregelungen der Sprachförderung durch das Land schneiden deshalb erheblich in unser pädagogisches Konzept ein", klagt Janssen-Oldigs. Da stimmt auch Fraktionschef Tom Wedrins zu: „Das neue Sprachförderprogramm der Landesregierung weist Unzulänglichkeiten auf. Es ist eine Mogelpackung, denn es werden Kürzungen als Ausweitung der Förderung den Bürgerinnen und Bürgern verkauft.“
Die Sprachförderung vor der Einschulung wurde bisher, nach einem Test der Kinder, von Grundschullehrern in den Kindertagesstätten durchgeführt. Jedes Kind bekam ein halbes Jahr vor der Einschulung eineinhalb Stunden in der Woche Sprachförderung. Dieses Programm wird nun auf ein Jahr vor der Schule aber nur noch für eine Stunde verändert. Darunter leidet aber die Sprachförderung bei den drei und vierjährigen Kindern erheblich. „Hier schlägt die Landesregierung nun mit dem Rotstift zu“, kritisiert Wedrins. Es gibt in Göttingen für die frühkindliche Sprachförderung demnächst nur noch 128000 statt bisher 245000 Euro. Auch werden in Zukunft mehr Kitas die Möglichkeit der Sprachförderung nutzen statt bisher 7 nun 15. „Weniger Geld muss nun auf mehr Einrichtungen und damit auch auf mehr Kinder verteilt werden.
Das bedeutet, dass jedem Kind weniger Förderung zusteht", erklärt die jugendpolitische Fraktionssprecherin Helmi Behbehani. „Wenn man aber die deutsche Sprache für den Erfolg in der Schule und im späteren Leben voraussetzt, dann ist eine Kürzung der Förderung von benachteiligten Kindern der schlechteste Weg den man sich überhaupt vorstellen kann", sind sich Behbehani und Wedrins einig. „Wir schlagen deshalb vor, die vom Land finanzierten zusätzlichen Lehrerstellen an Grundschulen zu kapitalisieren und das zusätzliche Geld für die Sprachförderung vor Ort in den Kindertagesstätten zur Verfügung zu stellen.

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 Sprachlehrerin Doris Münstermann-Teutz und Kita-Leiterin Inse Jansen-Oldings erklären Helmi Behbehani und Tom Wedrins den Sprachunterricht in der Kita.
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