Mit konkreten Vorschlägen möchte die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Göttingen die Benutzung der Stadtbusse künftig noch attraktiver machen. Der entsprechende Antrag wird im Bauausschuss am 8. Juni 2006 beraten. So soll die Verwaltung beauftragt werden, mit den Göttinger Verkehrsbetrieben GÖVB zu prüfen, ob eine „Testfahrer-Aktion“ durchgeführt werden kann. In einer Informationsoffensive sollen Testfahrer geworben werden, die das Stadtbus-Angebot ausprobieren.
Die ausgewählten Personen erhalten für einen Monat ein kostenloses Testfahrer-Ticket, mit dem alle Stadtbusse frei genutzt werden können. Die Fahrten werden im GÖVB-Tagebuch festgehalten. Fällt dem Testfahrer etwas besonders positiv oder negativ auf, so hält er das im Tagebuch fest. Am Ende füllt er eine kurze Ergebnis-Checkliste aus. Das Tagebuch und die Checkliste werden an die GÖVB zur Auswertung zurückgegeben.
Eine erfolgreiche Testfahrer-Aktion kann nach Auffassung der Sozialdemokraten viele positive Effekte haben: Verringerung des privaten PKW-Gebrauchs in der Stadt, Reduzierung der Feinstaubproblematik und mehr Kunden für die GÖVB, heißt es in der Antragsbegründung.
Als Punkt zwei wird die Verwaltung beauftragt, in Zusammenarbeit mit den städtischen Gesellschaften und Gesellschaften mit städtischer Beteiligung Kombi-Tickets zu entwickeln, wie etwa eine kombinierte Bus- und Spaßbad-Card oder Einrittskarten mit eingeschlossener Busfahrt zu Kultureinrichtungen und Konzerten in der Lokhalle und der Stadthalle.
In Punkt drei werden die GÖVB aufgefordert, mit der Deutschen Bahn eine Vereinbarung über den Verkauf des „Niedersachsen-Tickets“ in den Stadtbussen und den Vorverkaufsstellen der GÖVB abzuschließen. Das Ticket wird bislang in den Stadtbussen nur anerkannt, aber nicht verkauft.
Für die SPD steht fest: „Der Verkauf wäre für die Fahrgäste attraktiv und bringt den GÖVB Verkaufsprovisionen.“
