
Göttingen. Die SPD-RAtsfraktion Göttingen unterstützt vehement die Initiativen der IG Bau zur Aufdeckung von Verstößen gegen das Tariftreuegesetz im Baugewerbe.
"Die Verwaltung ist weiterhin aufgefordert, intensiv mit der Gewerkschaft zusammen zu arbeiten und die Billiganbieter bei Ausschreibungen besonders genau ins Aufge zu nehmen," betont die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Helmi Behbehani.
Bei dem hohen Auftragsvolumen, das zur Zeit im Bereich Tiefbau und Stadtentwässerung von der Stadt vergeben werde, müsse die Bonität und die Tariftreueerklärung der Firmen genauestens überprüft werden. "Das viele Geld, das hier zu verdienen ist und die Tatsache, dass viele Baufirmen um ihre Existenz kämpfen müssen, verleitet immer wieder einzelne sich über verdecktes Lohndumping einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.
Hauptzollamt und Bundesagentur für Arbeit kontrollieren regelmäßig die Baustellen und prüfen die Lohnunterlagen, gerade auch bei weniger qualifizierten Arbeiten. Die Gewerkschaft sei aber häufig näher dran und habe einen direkten Draht zu den Leuten auf dem Bau, meint Behbehani. Vor allem kenne man auch die Tricks, mit der die Tariftreue vorgegaukelt werde. Beispiel: Es wird zwar nach Tarif bezahlt, der Schlafplatz im Container ist aber so teuer, das das Geld so wieder in die Firmenkasse zurückfließt.
"Natürlich ist uns klar, dass eine lückenlose Kontrolle nciht so einfach ist. Die Stadt als Auftragsgeber muss aber alles daran setzen zu verhindern, dass schwarze Schafe Aufträge bekommen, die durch Billiglöhne erkauft sind. Es kann nicht sein, dass diejenigen Firmen das Nachsehen haben, die ihre Leute anständig bezahlen," so Behbehani abschließen.
