Anfrage für den Bau- und Planungsausschuss der Stadt Göttingen am 30. März 2006
Verkehrliche Anbindung des Holtenser Bergs und des Hagenbergs nach Erstellung der Ortsumgehung Holtensen
Wir fragen die Verwaltung:
1. Wie wird die verkehrliche Anbindung in Richtung Universität Nordbereich, Uni-Klinikum und Weender Krankenhaus gewährleistet?
2. Ist die Erhaltung der bisherigen Auffahrt in Richtung Weende zur Vermeidung längerer Verkehrswege weiterhin möglich?
3. Wie gestaltet sich die Verkehrsführung in das Wirtschaftsgebiet südwestlich der Hermann-Kolbe-Straße?
4. Sind verkehrslenkende Maßnahmen geplant, die Irrfahrten des Fernverkehrs aus dem Industriegebiet über die Holtenser Landstraße in Richtung BAB vermeiden?
5. Ist bei der Umklappung der Auffahrt in Richtung BAB an Lärmschutzmaßnahmen in Richtung Holtensen/Silberbreite gedacht?
Antwort der Verwaltung auf die Anfrage der SPD-Ratsfraktion für die Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am 30.03.2006
Die Antwort erteilt Stadtrat Dienberg
Die Verwaltung beantwortet die Anfrage wie folgt:
Zu 1: Die verkehrliche Anbindung der Bereiche Holtenser Berg/Hagenberg in Richtung Weende ist über die neue Verknüpfung mit der B 27 neu im Bereich Hermann-Kolbe- Straße/Eisenbreite gewährleistet.
Zu 2: Der Erhalt des bisherigen Anschlusses an der Holtenser Landstraße ist nicht möglich. Die Abstände zwischen dem neuen und dem alten Anschluss wäre zu kurz, ein Beibehalten wird deshalb von der Landesstraßenbauverwaltung abgelehnt. Zwar entstehen dadurch für Fahrten in Richtung Weende etwas längere Wege, dafür entfällt die lichtsignalgeregelte Kreuzung Holtenser Landstraße/Hermann-Kolbe-Straße/Zufahrt B 27 neu mit ihren erheblichen Problemen hinsichtlich Leistungsfähigkeit, Verkehrssicherheit etc. Die Holtenser Landstraße geht zukünftig als Hauptverkehrsstraße in die Hermann-Kolbe-Straße über. Die Zufahrt nach Holtensen wird als untergeordnete Einmündung angeschlossen.
Zu 3: Die Erschließung des Gewerbegebiets südlich der Hermann-Kolbe-Straße wird wesentlich verbessert, da (neben der lichtsignalgeregelten Kreuzung Otto-Brenner-Straße/Eisenbreite/Hermann-Kolbe-Straße) mit dem ausgebauten Anschluss der August-Spindler-Straße (Kreisverkehr im Zuge der neuen Abfahrt von der B 27 neu) zukünftig auch die zweite wesentliche Erschließung des Gewerbegebiets deutlich leistungsfähiger wird.
Zu 4: Es wird sichergestellt, dass über eine ausreichende Wegweisung eine eindeutige Verkehrsführung vom Gewerbegebiet auf die B 27 neu und zur A 7 gegeben ist.
Zu 5: Wie bereits bei der früheren Lösung ist auch bei dem neuen Konzept ein baulicher Lärmschutz nördlich des "umgeklappten" Anschlusses der B 27 neu in Richtung Holtensen/Silberbreite in Form eines Lärmschutzwalls vorgesehen. Darüber hinaus wird im Zuge des laufenden Bauleitplanverfahrens geklärt, inwieweit noch zusätzlicher Anspruch auf passive Lärmschutzmaßnahmen besteht.

