|  | Umleitung der A7 durch die Innenstadt |
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Anfrage zur Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am 19. Mai 2005
Immer wieder erreichen uns zahlreiche Beschwerden von Bürgerinnen und Bürger über die Umleitung der A7 durch unsere Innenstadt, die vor allen Dingen von den LKWs genutzt wird.
Dadurch kommt es zu erheblichen Verkehrsbelastungen, aber auch zu einer Lärm- und Gesundheitsbelästigung in erheblichem Maß.
Deshalb ist es dringend erforderlich, dass sich Rat und Verwaltung mit dem Thema auseinandersetzen und Alternativen geprüft und diskutiert werden.
Wir bitten die Verwaltung deshalb - auch in Rücksprache mit dem zuständigem Straßenverkehrsamt Bad Gandersheim - folgende Fragen zu beantworten.
1. Wie oft ist es in den letzten 5 Jahren zur Nutzung dieser Umleitung gekommen?
2. Welche Alternativen als Umleitung sind aus Sicht der Verwaltung denkbar?
3. Welche Alternativen als Umleitung sind aus Sicht des Straßenverkehrsamtes Bad Gandersheim denkbar?
4. Wenn Alternativen möglich sind, wäre das Straßenverkehrsamt Bad Gandersheim bereit, diese gleichmäßig wechselnd zu nutzen?
Antwort auf die Anfrage zur Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am 19. Mai 2005
Fachdienst Straßenverkehr
Umleitung der A7 durch die Innenstadt

Vor Inbetriebnahme des Autobahndreieckes Drammetal bestanden bei Sperrungen der A 7 zwischen Göttingen und Hedemünden folgende Umleitungen:
 | In Richtung Süden über die B 3 Groß Ellershausen – Dransfeld nach Hann. Münden/Hedemünden
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 | In Richtung Norden über Witzenhausen – Friedland nach Göttingen |
Auf Einwirken der Stadt Göttingen ist es inzwischen gelungen, die vorgenannten Umleitungsverkehre umzudrehen. Dadurch entfallen auf beiden Trassen zahlreiche Linksabbiegebeziehungen – im Stadtgebiet Geismartor, Groner Tor, Autobahnauffahrt-.
Nach Verkehrsübergabe des westlichen Teilstückes der A 38 ist eine weitere Umleitungsstrecke auf die Stadt Göttingen zugekommen. Bei einer Sperrung der A 38 zwischen der AS Dramfeld wird der Verkehr aus Richtung Osten in Richtung Norden an der AS Friedland/Neu Eichenberg über die B 27 nach Göttingen abgeleitet.
Von ihrer Zweckbestimmung sind für den Fernverkehr, der auf Autobahnen in der Regel anzutreffen ist, die Fernverkehrsstraßen geeignet, Umleitungsverkehr aufzunehmen. Neben den Autobahnen sind dies die Bundesstraßen.
Dies vorausgeschickt nun zur Beantwortung der Fragen:
Zu 1
Die Sperrungen sind weder bei der Stadt Göttingen noch bei der Straßenbauverwaltung festgehalten worden. Nach Schätzung liegt die Zahl jedoch unter 20.
Zu 2
Um die Umleitungsverkehre in beiden Richtungen durch das Stadtgebiet zu vermeiden, wäre eine Trassierung von der AS Göttingen über B 3, Siekhöhenallee, Nordumfahrung Rosdorf, Ostumfahrung Rosdorf (wenn fertig), Obernjesa, Stockhausen, B 27 Friedland zur Auffahrt der A 38 Friedland-Neu Eichenberg denkbar. Allerdings wäre hierzu das Einvernehmen mit dem Landkreis Göttingen und der Gemeinde Rosdorf herzustellen, dessen Realisierung vor allem bezüglich der Gemeinde Rosdorf sehr bezweifelt wird. Für den Fall, dass die Raststätte Mengershausen formell zur AS ausgewiesen wird, könnte bei einer Sperrung südlich der AS Mengershausen auch der Umleitungsverkehr dort angebunden werden, ohne die B 3 und die Siekhöhenallee sowie die Nord- und Ostumfahrung Rosdorf zu belasten.
Weitere Alternativen sind wegen des restlichen bescheidenen Straßennetzes nicht denkbar.
Zu 3
Das Niedersächsische Landesamt für Straßenbau und Verkehr (NLSV) hat die Anfrage zur Kenntnis erhalten, jedoch keine weiteren Alternativen als hier benannt, aufzeigen können.
Zu 4
Dies würde die Einrichtung einer Wechselwegweisung zumindest an zwei Punkten bedeuten. Ob das NLSV die notwendigen Mehrkosten für die notwendige elektronische Steuerung übernimmt, ist zumindest fraglich. Gleichwohl wäre auch hierfür das Einvernehmen der unter 2. genannten Stellen wegen der alternativen Trassierung notwendig.
Im Zeichen der fortschreitenden Verwendung von GPS muss der Sinn und Aufwand für eine Wegweisung von Bedarfsumleitungsstrecken schon mittelfristig angezweifelt werden. Egal auf welche Trasse mit der Wegweisung verwiesen wird, kann keinem Verkehrsteilnehmer verwehrt werden, eine ganz andere Route ja nach Aussage seines Navigationssystems zu wählen. Bei den baustellenbedingten Sperrungen der A 7 ist beobachtet worden, dass die nach Süden fahrenden Fahrzeuge nicht gänzlich durch die Stadt, sondern auch über Rosdorf und Dransfeld ausgewichen sind.
Gez. Gronau
