15.06.2005 - Ganztagsbetreuung für Voigt-Realschule gefordert
15.06.2005 - SPD fordert Ganztagsbetreuung für Voigt-Realschule
Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Göttingen hat die Entscheidung des Landes begrüßt, in zwei weiteren Göttinger Gymnasien einen Ganztagsbetrieb einzurichten und das Ganztagsangebot eines weiteren Gymnasiums auszuweiten. Gleichzeitig kritisierte sie jedoch die Entscheidung des Kultusministeriums, den Ganztags-Antrag der Voigt-Realschule abzulehnen. Stephan Klecha, schulpolitischer Sprecher: "Die Bewilligung kommt zwar mit großer Verzögerung, aber wir hoffen, dass die Schulen die verlorene Zeit noch aufholen können." Aus Göttinger Sicht sei die Ablehnung des Antrags der Voigt-Realschule nicht nachvollziehbar. Klecha: "Diese traditionsreiche Schule hatte sich berechtigte Hoffnungen gemacht, mit den noch vom Land zu verteilenden Bundesgeldern endlich die dringend nötige Schulerweiterung zu realisieren." Nun werde die Schulentwicklung gerade im Realschulbereich durch das Land spürbar behindert.
"Hoffentlich schafft das Land schnellstens Klarheit darüber, welche konkreten Summen Göttingens bestehende Ganztagsschulen nun für den Ausbau der Gebäude aus dem Bundesprogramm erhalten", fordert Klecha weiter und verweist auf die immer noch prekäre Lage im Schulzentrum Grone. Er befürchtet, dass die Landesregierung weiterhin zu wenig an der Umsetzung des Ganztagsschulprogramms interessiert ist: "Die Landesregierung hätte Zeichen setzen und sich zum Beispiel an den Kosten für den Mittagstisch beteiligen können. Minister Bernhard Busemanns Doppelstrategie aus halbherzigen Auszahlen der vom Bund stammenden Gelder und mangelnder Unterstützung der Ganztagsschulen mit Lehrerstunden läuft einer zukunftsgerichteten Bildungspolitik zuwider."