|  | Umgestaltung der Fußgängerzone |
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Die Weender Straße, Kernzelle der Göttinger Innenstadt, war Ziel einer Begehung der SPD-Fraktion im Rat der Stadt mit Sigrid Lüttge und Christian Glantz von Pro City am 1. Juni 2005. Dabei wurde eine Reihe konkreter Punkte angesprochen, die eigentlich leicht zu lösen sind.
"Diese Stadt braucht gar nicht viele Verbesserungen, um wirklich gut zu sein", ist sich Sigrid Lüttge sicher. Die Vorsitzende von Pro City zeigte den SPD-Ratsmitgliedern vor Ort die "Juckepunkte", die den Innenstadthändlern auf den Nägeln brennen. Dazu gehören der Ersatz der veralteten und vergilbten Kugellampen, neue Blumenkübel und Bänke, die zum Verweilen einladen. Auch eine verbesserte öffentliche Stromversorgung zum Anschluss von Zusatzbeleuchtung, die Pflasterung mit spürbar schmaleren Fugen und eine einheitliche Farbgebung bei den Sonnenschirmen der Gastronomie stehen auf der Wunschliste.
City-Manager Christian Glantz: "Die riesigen knallroten und dunkelblauen Sonnenzelte vor den historischen Fassaden rund um das Gänseliesel sind optische Umweltverschmutzung." Die Stadt müsse dafür sorgen, dass die Fußgängerzone von anderen Innenstädten unterscheidbar sei. Er wies darauf hin, dass zahlreiche Händler mit weit in den Fußgängerbereich ragenden Auslagen und Werbetafel ("Kundenstopper") klar gegen satzungsrechtliche Auflagen verstoßen. Danach sei ein Gehweg-Abstand einzuhalten, der von der Stadtverwaltung jedoch nicht wirksam kontrolliert werde. Die Ratsmitgliedern, unter ihnen Fraktionschef Tom Wedrins, Uta Kölz, Lars Gargulla, Gudrun Czech und Helmi Behbehani, reagierten entsetzt auf den Eindruck, den eines der schönsten Göttinger Häuser aufgrund eines Billiggeschäftes vermittelt.
Wedrins forderte eine breit angelegte Diskussion über die geplante Umgestaltung der Göttinger Innnenstadt, in die alle Beteiligten einbezogen werden müssen. Glantz und Lüttge erläuterten außerdem ihre Bemühungen, Leerstände durch gezielte Gespräch mit den Vermietern zu verhindern oder so kurz wie möglich ausfallen zu lassen. Glantz: "Die Entwicklung ist insgesamt stabil."

