|  | Welskop soll Versäumnisse beim Namen nennen |
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Als „bemerkenswert“ kommentiert die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Göttingen das Interview des CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Holger Welskop zu seinen ersten 100 Tagen im Amt. Stephan Klecha, stellvertretender Fraktionsvorsitzender: „Welskop hat Recht, wenn er beklagt, dass Göttingen aus viel Potenzial wenig macht." Doch habe er – offenbar aus parteipolitischer Loyalität – leider verschwiegen, dass der Fisch vom Kopf her stinke.
Aus SPD-Sicht liegt die Verantwortlichkeit für die von Welskop beklagten Versäumnisse in der gegenwärtigen Verwaltungsspitze. Klecha: „Und die besteht aus den CDU-Männern Jürgen Danielowski und Hans-Peter Suermann.“ Als Beispiel führte Klecha das miserable Krisenmanagement des Oberbürgermeisters und des Stadtkämmerers beim Verkauf der Junkernschänke, die unzureichende Bestandspflege der lokalen Wirtschaft und den fehlende Tatendrang bei der Entwicklung der Göttinger Innenstadt an.
„Wenn der OB irgendwas macht, dann den Grußaugust bei Projekten, die vom Rat der Stadt unter Federführung der SPD und der Grünen angeschoben wurden", kritisiert Klecha scharf. Er verweist auf die Tatkraft früherer Rathauschefs wie Helmut Kuß, Erich Biederbeck, Kurt Busch und Hermann Schierwater, die allesamt für Göttingen mehr bewegt hätten als Danielowski. Klecha: „Kein Wunder, wenn Welskop einräumen muss, dass der CDU-Himmel über Göttingen begrenzt ist. Die Zeit für den Wechsel an der Rathausspitze ist überreif. Es freut mich, dass der CDU-Vorsitzende das Problem auch erkannt hat, es nur noch nicht so laut sagen mag."
